• News
Pflegepolitik

Lauterbach will neue Vorgaben für mehr Pflegepersonal

Lauterbach sieht in Tarifverträgen "Entlastung" eine Chance. Schulz-Asche drängt auf Reformen für die professionelle Pflege.

Für Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) sind Entlastungstarifverträge der richtige Weg, um neue Vorgaben für mehr Pflegepersonal in Krankenhäusern zu realisieren. So könnten diese etwa interessant sein bezüglich der im Koalitionsvertrag angekündigten verbindlichen Personalbemessung im Krankenhaus mit der Pflegepersonalregelung PPR 2.0. Diese müsse "vom Ende her gedacht" werden, sagte Lauterbach nach Angaben der Deutschen Presse-Agentur (dpa) in der Vorwoche. Wichtig sei, dass letztlich auch mehr Personal zur Verfügung steht.

PPR 2.0 "vom Ende her" denken

Entlastungstarifverträge hatte im Vorjahr die Charité – Universitätsmedizin Berlin bzw. Vivantes mit der Gewerkschaft Verdi vereinbart. Zentrale Punkte darin sind z. B. konkrete Personalschlüssel und Regelungen für Belastungsausgleich.

Grundsätzlich müssten sich allerdings nach Auffassung von Fachpolitikerinnen und -politikern die Arbeitsbedingungen in der Pflege nachhaltig verbessern. Während einer Debatte im Bundestag am Tag der Pflegenden über die Pflegeversorgung verwiesen die Rednerinnen und Redner auf die Diskrepanz zwischen der großen Fachpersonallücke einerseits und der zunehmenden Zahl an Pflegefällen sowie dem schwierigen Arbeitsalltag der professionell Pflegenden andererseits.

Pflegenden Reformen schuldig

Die Grünenpolitikerin Kordula Schulz-Asche wies darauf hin, dass Pflegende bereits vor der Corona-Pandemie Herausragendes geleistet haben. Sie betonte:

"Wir sind ihnen Reformen schuldig, um gute Pflege zu garantieren."

Wesentlich sei die Aufwertung der professionellen Pflege über eine bessere Bezahlung und bessere Arbeitsbedingungen. Pflegende müssten aber auch eigenverantwortlich arbeiten dürfen und in den Entscheidungsgremien angemessen vertreten sein.

In Nordrhein-Westfalen kämpfen derzeit die Pflegenden der 6 Uniklinika für einen Tarifvertrag Entlastung, der Signalwirkung für die Profession Pflege im Land haben könnte.

Dass auch eine Dienstplanstabilität durch strukturierte und verlässliche Prozesse eine entscheidende Rolle spielt, um Pflegende langfristig an das eigene Krankenhaus zu binden, zeigte eine Diskussionsrunde auf dem DRG-Forum in diesem Jahr.

Abonnieren Sie unseren Newsletter und erhalten Sie das Wichtigste zur Pflege garantiert kostenlos, immer aktuell und bewährt zuverlässig direkt in Ihr Postfach!

Durch Angabe meiner E-Mail-Adresse und Anklicken des Buttons „Anmelden“ erkläre ich mich damit einverstanden, dass der Bibliomed-Verlag mir regelmäßig pflegerelevante News aus Politik, Wissenschaft und Praxis zusendet. Dieser Newsletter kann werbliche Informationen beinhalten. Die E-Mail-Adressen werden nicht an Dritte weitergegeben. Meine Einwilligung kann ich jederzeit per Mail an info@bibliomed.de gegenüber dem Bibliomed-Verlag widerrufen. 

DIE SCHWESTER | DER PFLEGER

12x jährlich

Die Schwester | Der Pfleger 
Deutschlands meistabonnierte Pflegezeitschrift

Zeitschriftencover

PflegenIntensiv

4x jährlich

PflegenIntensiv ist das Spezialmagazin für Pflegende auf Intensivstationen, in der Anästhesie und im OP

Zeitschriftencover

Angehörige pflegen

4x jährlich

Angehörige pflegen ist auf die Bedürfnisse und Fragen pflegender Angehöriger zugeschnitten