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Personalmangel

KOFA-Bericht: Bundesweit fehlen mind. 35.000 Pflegefachpersonen

Laut einer arbeitgebernahen Studie sind zehntausende Stellen in der Pflege unbesetzt. Der Engpass dürfte noch größer sein.

Bundesweit fehlen mind. 35.000 Pflegefachpersonen. Dieses Ergebnis hat das Kompetenzzentrum Fachkräftesicherung (KOFA) am arbeitgebernahen Institut der deutschen Wirtschaft (IW) im Auftrag des Bundeswirtschaftsministeriums ermittelt.

Insbesondere bei Fachpersonal mit dreijähriger abgeschlossener Berufsausbildung zeige sich aktuell mit 31.500 nicht zu besetzenden Stellen ein massiver Engpass. Für hochschulisch qualifizierte Pflegefachpersonen bestünden ebenfalls Engpässe in der Stellenbesetzung, wenngleich die Angaben mit 1.700–1.880 Stellen wesentlich niedriger lägen.

In der aktuellen Ausgabe der "Welt am Sonntag" sagte KOFA-Forscherin Susanne Seyda, Senior Economist für Fachkräftesicherung und Weiterbildung am IW:

"In keinem anderen Beruf sind die Engpässe so groß wie bei Kranken- und Altenpflegern."

Seit 2011 sei die Zahl der offenen Stellen um knapp 40 % gewachsen. Helferinnen und Helfer seien hier nicht inbegriffen.

Dem Bericht zufolge dürfte der Mangel noch dramatischer sein: Die vom KOFA kalkulierte Fachpersonallücke markiere nur die Untergrenze. Denn die Forschungsgruppe ermittele die Zahlen, indem sie Arbeitslose und offene Stellen ins Verhältnis setzten. Dafür rechneten sie Daten der Bundesagentur für Arbeit für Arbeit hoch.

Schätzungen zufolge fehlen mehr als 200.000 Pflegefachpersonen

Je nach Studienlage existieren sehr unterschiedliche Zahlen zum Pflegepersonalmangel. Der künftige Mehrbedarf an Pflegepersonal wird heute bundesweit auf ca. 130.000 Vollkräfte in der Langzeitpflege und 100.000 Vollkräfte in der Krankenpflege geschätzt.

Im Interview mit der Fachzeitschrift Die Schwester | Der Pfleger äußerte die heutige Präsidentin des Deutschen Pflegerats (DPR), Christine Vogler, bereits im Juni:

"Schon vor der Pandemie haben uns 50.000 bis 80.000 Pflegende im System gefehlt."

Laut einer aktuellen Studie fehlen allein in Nordrhein-Westfalen 24.000 Pflegefachpersonen.

Mitte November legte der DPR ein 4-Punkte-Papier für sofortige Maßnahmen zur Behebung des Personalmangels vor.

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