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Pflegebonus

Gut gemeinte Geste wird zur Farce

Gut gemeint, aber schlecht umgesetzt - die Pflegekammer Schleswig-Holstein kritisiert die Pflegeprämie des Bundes​​​​​​​ und stellt 2 Forderungen.

Als "eine gut gemeinte Geste, mit einer bis heute schlechten Umsetzung" hat die Pflegekammer Schleswig-Holstein die Pflegeprämie des Bundes bezeichnet. Die Kammer kritisierte dabei am Mittwoch nicht nur eine "schlechte Planung, sondern besonders die Signale", die ausgesandt worden seien. Das Ziel, die Leistungen in der Pflege wertzuschätzen und Pflegende langfristig im Beruf zu halten, sei zur Farce geworden.

Falsches Signal

Die Bundesprämie nur für die Altenpflege zahlen zu wollen, sei "von vorneherein ein falsches Signal" gewesen, so die Pflegekammer. Die "halbherzige" Nachbesserung der Bundesprämie für Krankenhauspersonal sei ein weiterer Fauxpas, der den Unmut unter Kolleginnen und Kollegen noch weiter schüre.

Mittels einer "willkürlich festgelegten Quote der Corona-Erkrankten" wolle der Bund nun die Mitarbeitenden in Krankenhäusern mit einer Prämie bedenken – oder eben nicht. Die meisten Pflegefachpersonen in Kliniken wären in Schleswig-Holstein nach Angaben der Kammer leer ausgegangen, hätte das Land nicht eigenmächtig nachgebessert.

Pflegekammer fordert Grundsätzlich deutlich mehr Lohn

Deshalb mahnt die Pflegekammer deutliche Nachbesserungen an und stellt 2 Forderungen:

  1. Beschäftigte in Rehakliniken, in der Überleitungspflege, in Dialysepraxen und in der Ambulanten SGB V-Pflege müssen einbezogen werden.
  2. Die Prämie ist kein Ersatz für angemessene Entlohnung. Neben deutlichen Lohnsteigerungen sind auch höhere Zuschläge für Nacht-, Feiertags- und Wochenendschichten zu zahlen.

In der vergangenen Woche hatte der Bundesrat die umstrittene Corona-Prämie für Beschäftigte in Kliniken beschlossen.

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