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Krankenhausbewegung NRW

Pflegepersonal fordert Tarifvertrag Entlastung

Pflegepersonal der Uniklinika in NRW fordert bis 1. Mai den Abschluss eines Tarifvertrags zur Entlastung – andernfalls droht ein Arbeitskampf. Am Uniklinikum Köln hielten die Pflegenden Plakate hoch: "51 Tage noch – die Zeit läuft!"

Pflegende der 6 Uniklinika in Nordrhein-Westfalen (NRW) fordern die Landesregierung und den Arbeitgeberverband auf, umgehend gegen den Personalnotstand vorzugehen. Die Beschäftigten aus allen Uniklinika-Standorten in NRW haben sich dafür zu der Krankenhausbewegung "Entlastung NRW" zusammengeschlossen. In diesen Tagen übergeben sie in Aachen, Bonn, Düsseldorf, Essen, Köln und Münster den jeweiligen Klinikumsvorständen Petitionen mit mehreren Tausend Unterschriften.

Auf der Webseite der Bewegung heißt es dazu:

"Wir, die Beschäftigten der Unikliniken NRW, sichern mit unserer Arbeit jeden Tag die Gesundheitsversorgung der Bevölkerung. Wir brauchen bessere Arbeitsbedingungen! So wie es jetzt ist, kann es nicht bleiben. Deswegen fordern wir verbindliche Regelungen zur Entlastung für alle Arbeitsbereiche sowie zur Sicherstellung und Verbesserung der Ausbildungsqualität – und wirksame Konsequenzen, wenn diese nicht eingehalten werden."

Ultimatum endet am 1. Mai

Im Zuge einer gemeinsamen Konferenz am 19. Januar hatten nach Verdi-Angaben rund 700 Beschäftigte aus Pflegebereichen der 6 Uniklinika des Landes "ein Ultimatum beschlossen, das eine Frist von 100 Tagen vorsieht und am 1. Mai 2022 endet". Bis dahin erwarteten sie den Abschluss eines Tarifvertrags zur Entlastung, der Mindestpersonalausstattungen für alle Bereiche der Uniklinika festlegen und angemessene Belastungsausgleiche vorsehen soll. 

Bereits am Freitag übergab das Pflegepersonal der Uniklinika in Köln und Bonn seine Petitionslisten an die jeweiligen Vorstände. Am Dienstag überreichten die Krankenhausbeschäftigten des Uniklinikums Düsseldorf ihre Unterschriftenliste. Heute folgen gleiche Aktionen an den Uniklinika in Essen, Aachen und Münster. Kommende Woche soll dann eine Gesamtpetition an die Landesregierung und den Arbeitgeberverband übergeben werden.

Verdi-Landesleiterin Gabriele Schmidt erklärte:

"Wir erwarten von der Landespolitik, dass sie die konkrete Finanzierung sicherstellt und den Arbeitgeberverband des Landes zu Tarifverhandlungen mit Verdi auffordert." 

Nur mit verbesserten Arbeitsbedingungen könne "dem Personalmangel entgegengewirkt und der Dominoeffekt unterbrochen werden".

Berliner Tarifverträge

Ohne entsprechenden Tarifabschluss nach Ende des Ultimatums droht ein Streik wie zuletzt in Berlin: Dort wurden 2021 entsprechende Verträge nach langen Arbeitskampfmaßnahmen an der Charité und den Vivantes Kliniken vereinbart.
 

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