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Weltfrauentag

Frauen in der Pflege gerecht entlohnen

Ein Einstiegsgehalt von 4.500 Euro für Pflegefachpersonen ist wissenschaftlich gestützt und jetzt umzusetzen, fordert der Bochumer Bund.

Die Spartengewerkschaft Bochumer Bund hat sich anlässlich des internationalen Frauentags am Mittwoch erneut für eine strukturelle Aufwertung des Pflegeberufs und ein Einstiegsgehalt für Pflegefachpersonen von 4.500 Euro ausgesprochen.

"Comparable Worth"-Index als Richtschnur

Der Gender-Pay-Gap weise in Deutschland eine große Lücke zwischen Gehältern von Frauen und Männern in vergleichbaren Berufen auf. Der Bochumer Bund verweist in diesem Zusammenhang auf den "Comparable Worth"-Index. Der Index kategorisiert verschiedene Berufe anhand von vier Kriterien (psychische Belastung, körperliche Beanspruchung, Verantwortung und erforderliches Wissen). Diese ergeben in der Summe einen jeweiligen Indexwert pro Beruf.

Der Ärzteberuf hat einen Wert von 32 (bei einem Maximalwert von 32), der Pflegeberuf einen Wert von 28. Allein dieser Indexwert zeige, wie komplex und anspruchsvoll das Berufsbild Pflege sei, so der Bochumer Bund.

Gender-Pay-Gap endlich beheben

In einem nächsten Schritt untersuchte das Wissenschaftsteam des Index, wie viel Prozent der Berufsangehörigen pro Berufsgruppe im Durchschnitt weiblich oder männlich sind. Wenig überraschend ist der Pflegeberuf weiblich dominiert. Im Vergleich dazu war beispielsweise der Ingenieurberuf überwiegend männlich.

Beide Berufsgruppen – Ingenieurinnen und Ingenieure sowie Pflegefachpersonen – weisen einen Indexwert von 28 auf. Nichtsdestotrotz ist der gezahlte Stundenlohn im weiblich dominierten Beruf nur die Hälfte dessen, was im männlich dominierten Beruf gezahlt wird. Diesen Zusammenhang hat das Wissenschaftsteam über alle Berufsgruppen hinweg belegen können.

"Dies ist der Grund, warum wir als BochumerBund eine wissenschaftlich begründete Anpassung unseres Einstiegsgehaltes fordern. Darüber hinaus solidarisieren wir uns mit allen vorrangig durch Frauen ausgeübten Berufen und fordern einen gesellschaftlichen Diskurs, der diese Ungerechtigkeit beim Namen nennt und dafür einsteht, diese Diskrepanz zu beheben."

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