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Reformvorhaben in der Gesundheitspolitik

DBfK fordert Tempo und konkrete Aussagen zur Pflege

Der DBfK will u. a. Anpassungen im Leistungsrecht und in der Heilkundeübertragung, um die fachliche Kompetenz der Pflegeberufe zu stärken.

Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) hat am Mittwoch während einer Befragung der Bundesregierung im Bundestag mehrere Reformvorhaben für das Gesundheitssystem angekündigt. Aktuell arbeite sein Ministerium u. a. an Gesetzen für die Einführung von Gesundheitskiosken und dem Krankenhauspflegeentlastungsgesetz, mit dem die Regierung Pflegepersonal "deutlich entlasten" wolle.

DBfK vermisst Signal an die Berufsgruppe

Der Deutsche Berufsverband für Pflegeberufe (DBfK) vermisste allerdings konkrete Aussagen zu den Perspektiven für die Profession Pflege.

DBfK-Bundesgeschäftsführerin Bernadette Klapper betonte am Donnerstag:

"Minister Lauterbach muss endlich das Signal in die Berufsgruppe senden, dass er wirksame Lösungen für das drängende Problem der Gesundheitsversorgung – die Pflege zukunftsfest aufzustellen – ergreift."

Jetzt sei der Zeitpunkt, die richtigen Weichen für einen qualifikationsadäquaten Einsatz von Pflegefachpersonen im Gesundheitssystem zu stellen.

Fachliche Kompetenz der Pflegeberufe stärken

Die von Lauterbach skizzierten Ansätze zu Gesundheitskiosken und die Verlagerung von Krankenhausleistungen in den ambulanten Bereich böten nicht nur die Möglichkeiten, sondern setzten auch "zwingend" voraus, die fachliche Kompetenz der Pflegeberufe einzubinden.

So verbesserten Gesundheitskioske die Versorgung vor Ort nur dann, wenn dort die Kompetenzen der beteiligten Berufsgruppen "voll" genutzt werden könnten. Das betreffe v. a. das Profil der Community Health Nurse. Gesetzlich sei ihnen Kompetenzen einzuräumen, die ihrer Qualifikation entsprächen. Dafür seien gesetzliche Anpassungen im Leistungsrecht, in der Heilkundeübertragung und ihre Verankerung im heilberuflichen Ausbildungsgesetz nötig.

Positiv bewertet der DBfK die Pläne, die Akademisierung in den Pflegeberufen voranzubringen – auch wenn diese in der Gestaltung noch vage blieben. Der DBfK geht davon aus, dass die Hochschulen gefördert werden, um mehr pflegerische Studiengänge einzurichten, die für die Studierenden eine Vergütung der Praxiseinsätze enthalten.

"Es kommt jetzt auf Tempo an."

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