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Bundesweite Pflegestreiks: Verdi droht mit Verlängerung

Die Gewerkschaft Verdi hat am Dienstag mit Streiks und Aktionen verteilt im Bundesgebiet auf den dramatischen Personalmangel in Krankenhäusern hingewiesen. Am Montag hatte das Pflegepersonal an der Charité - Universitätsmedizin Berlin mit Streiks begonnen. Seit Dienstag wird auch an Kliniken in mehreren anderen Bundesländern gestreikt, um gegen eine "schlechte Personalausstattung in den Krankenhäusern" zu protestieren. Betroffen sind Kliniken in Bayern, Hessen, Nordrhein-Westfalen, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen und Berlin.

"Wir werden sehen, ob die Arbeitgeber verstanden haben, dass sie das Thema nicht aussitzen können. Sollte es nötig sein, wird es weitere Streiks geben", sagte Verdi-Bundesvorstand, Sylvia Bühler, auf Anfrage gegenüber BibliomedPflege. Bisher versuchten viele Arbeitgeber das Problem der Personalüberlastung "schlicht zu negieren" und hielten den Betrieb auf Kosten der Gesundheit ihrer Beschäftigten aufrecht. "Das ist kein Kavaliersdelikt", bekräftigte Bühler.

"Der gegenwertige Streik dient nicht dem gemeinsamen Ziel für mehr Pflegepersonal und Stärkung der Pflege, sondern der Durchsetzung gewerkschaftlicher Eingriffe in die Unternehmensabläufe", sagte der ärztliche Direktor der Charité, Ulrich Frei, auf Anfrage. Dennoch sei sich die Charité mit der Öffentlichkeit und den Pflegenden darüber einig, dass die Krankenpflege sowohl in der Besetzung als auch in der Qualifikation gestärkt werden müsse. 

>> Mehr zu den Hintergründen und exklusiven Statements von Verdi und Charité

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