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Arbeitskampf an US Kliniken

Pflegepersonal in New York im Streik

In New York legen Tausende Beschäftigte die Arbeit nieder. Kliniken setzen auf Ersatzpersonal, die Politik mahnt zur Einigung.

In New York City haben am Montag rund 15.000 Pflegekräfte an mehreren großen Kliniken die Arbeit niedergelegt, nachdem Tarifverhandlungen am Wochenende gescheitert waren. Nach Medienberichten sind unter anderem das Mount Sinai Hospital und zwei seiner Außenstellen, das NewYork‑Presbyterian Hospital sowie das Montefiore Medical Center betroffen. Die Gewerkschaft begründe den Streik mit unzureichender Personalbesetzung und hoher Arbeitsbelastung sowie mit der Forderung nach Schutz vor Gewalt am Arbeitsplatz und Finanzierung von Gesundheitsleistungen.

Belastete Kliniken und Einsatz von Zeitarbeitskräften

Die Arbeitsniederlegungen begannen am frühen Morgen. Nach Angaben der New York State Nurses Association könnten die Kliniken gezwungen sein, Patienten zu verlegen, Operationen zu verschieben oder Krankenwagen umzuleiten. Die Lage werde dadurch erschwert, dass die Stadt derzeit von einer Grippewelle betroffen ist. Einige Häuser erklärten, sie würden Zeitarbeitskräfte einsetzen, um die Versorgung aufrechtzuerhalten; Mount Sinai habe nach eigenen Angaben mehr als 1.000 Agenturkräfte verpflichtet.

Die Forderungen der Beschäftigten unterschieden sich zwar je nach Einrichtung, im Mittelpunkt stünden jedoch Personalstärke und Arbeitssicherheit. Pflegekräfte hätten berichtet, während ihrer Schichten oft keine ausreichenden Pausen zu haben und am Arbeitsplatz nicht ausreichend geschützt zu sein. Personalmangel in Operationssälen gefährde zudem die Patientensicherheit.

Politik reagiert – Kliniken warnen vor hohen Kosten

Die Kliniken weisen nach Medienangaben die Vorwürfe zurück. Sie erklärten, sie hätten an Verbesserungen beim Personalbestand gearbeitet; die Forderungen der Gewerkschaft seien jedoch zu kostspielig. Mount Sinai bezifferte die erwarteten Mehrkosten auf 1,6 Milliarden Dollar innerhalb von drei Jahren.

Auch die Politik reagierte auf den Streik. Gouverneurin Kathy Hochul habe bereits zuvor den Katastrophenfall ausgerufen, um medizinisches Personal aus anderen Bundesstaaten einsetzen zu können. Bürgermeister Zohran Mamdani habe sich solidarisch mit den Streikenden gezeigt und beide Seiten aufgerufen, weiterzuverhandeln.

Mehrere andere Krankenhäuser in der Region hätten zuletzt Vereinbarungen getroffen, um Streiks abzuwenden. Wie es in den nun vom Streik betroffenen Häusern weitergeht, war zunächst offen; bis Montagabend lagen laut Gewerkschaft und Kliniken keine Informationen über neue Gespräche vor.

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