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Charité: Pflegende streiken ab Montag

An der Charité – Universitätsmedizin Berlin sind die Pflegenden ab Montag zum Streik aufgerufen. Das geht aus einer Mitteilung der Gewerkschaft Verdi von Donnerstag hervor. Anlass seien die "festgefahrenen Verhandlungen über die Verbesserung und Weiterführung des Tarifvertrags für Gesundheitsschutz", heißt es. Die Kritik richte sich vor allem gegen die unzureichende Personalausstattung. "Verärgerung besteht über den inkonsequenten Umgang des Führungspersonals mit den im Tarifvertrag festgelegten Richtlinien", schreibt Verdi. Maßnahmen zum Ausgleich von Überlastungen seien nur unzureichend oder oft auch gar nicht eingeleitet worden. Daher sollen jetzt, neben eindeutigen Besetzungsvorgaben, auch konkrete Sanktionsmöglichkeiten durchgesetzt werden.

Erst Anfang August gab es am Uniklinikum einen Aktionsstreik, mit dem die Gewerkschaft für verbindlichere Regeln im Falle von Unterbesetzungen protestiert hatte.

Hintergrund ist der 2016 abgeschlossene Tarifvertrag, der einen Personalzuwachs und Mindestbesetzungen auf Stationen vorsah. Verdi hat den Vertrag Ende Juni auslaufen lassen, weil die Regelungen zur Entlastung des Personals nur unzureichend umgesetzt worden seien. Jetzt drängt Verdi auf eine Weiterentwicklung. 

Der Tarifvertrag an der Charité gilt bundesweit als einmalig. Die Pflegenden hatten dafür 2015 zehn Tage lang gestreikt. Immer wieder hatte es auch danach kurze Arbeitsniederlegungen an der größten Universitätsklinik in Europa gegeben.

Patienten müssten sich in der nächsten Woche zwar auf eine eingeschränkte Versorgung einstellen, sie seien aber zu keiner Zeit gefährdet. Wie lange der Streik dauern soll, ließ Verdi offen.

 

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