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Charité-Beschäftigte streiken für verbindlichere Regeln

Mit einem Aktionsstreik an der Charité – Universitätsmedizin Berlin hat am Dienstag die Gewerkschaft Verdi für verbindlichere Regeln im Falle von Unterbesetzungen protestiert. An dem Protest beteiligten sich nach Gewerkschaftsangaben etwa 200 Beschäftigte, teilte Verdi gegenüber BibliomedPflege mit. Ein Teil der Beschäftigten legte die Arbeit nieder, ein Teil der Beschäftigten kam für den Protest an die Uniklinik. Dabei sei es nicht darum gegangen, die Versorgung stark einzuschränken, so Verdi. Die Aktion sollte vielmehr ein symbolisches Zeichen setzen. Im OP-Bereich sei das Programm zwar auf ein Notprogramm zurückgefahren worden. In den bettenführenden Bereichen hätten aber nur einzelne Kollegen ihre Arbeit niedergelegt, so Verdi-Verhandlungsführer Kalle Kunkel. 

Hintergrund für die Proteste sind die Verhandlungen zur Weiterentwicklung des Tarifvertrags Gesundheitsschutz. Dieser war Ende Juni ausgelaufen. Nach Auffassung von Verdi entlastet die Charité bei Unterbesetzungen auf den Stationen ihre Beschäftigten nicht ausreichend. Die Charité hält dem entgegen, dass sie nicht genügend geeignete Pflegekräfte finden könne. „Wir teilen uneingeschränkt die Auffassung, dass es mehr Pflegepersonal im Krankenhaus geben muss“, teilte der Ärztliche Direktor der Charité, Ulrich Frei, mit. Angesichtes des Fachkräftemangels in der Krankenhauspflege sei es aber trotz internationaler Anwerbung von Pflegenden noch nicht gelungen, alle von der Charité budgetierten Stellen zu besetzen.

Verdi dringt nun darauf, im Tarifvertrag klarer festzuhalten, wie die Charité bei Unterbesetzung reagieren muss. „Wir brauchen verbindlichere Regeln“, sagte Verhandlungsführer Kunkel gegenüber BibliomedPflege. Die Verhandlungen wollen die Charité und Verdi nun an diesem Donnerstag fortsetzen.

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