Am Donnerstag beginnen die Tarifverhandlungen für die rund 8.000 nicht‑ärztlichen Beschäftigten des Universitätsklinikums Gießen und Marburg (UKGM). Darauf hat die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi Hessen am Mittwoch hingewiesen.
Die Gewerkschaft fordert deutliche Verbesserungen bei Löhnen und Zulagen. Die Lohnrunde wird von einer Kundgebung begleitet, zu der Verdi in der Verhandlungspause vor dem Haupteingang des UKGM in Gießen aufruft.
Verdi fordert 12 Prozent mehr Lohn
Die Gewerkschaft verhandelt ab Donnerstag mit der Geschäftsführung des Klinikums. Ziel sei "eine ordentliche Lohnerhöhung für die wichtige Arbeit im Krankenhaus", sagte Gewerkschaftssekretär Fabian Dzewas‑Rehm.
Die Forderung umfasst ein Plus von zwölf Prozent, mindestens aber 400 Euro, sowie höhere Zulagen für Schichtdienste und andere belastende Tätigkeiten. Nach Einschätzung der Gewerkschaft spiegelt die bisherige Vergütung die Bedeutung der Tätigkeiten im Gesundheitssystem nicht ausreichend wider. "Gesundheitsarbeiter*innen sind Leistungsträger der Gesellschaft, ihre Arbeit verdient diese Anerkennung und eben auch die entsprechende Bezahlung", so Dzewas‑Rehm.
Vergangene Konflikte wirken nach
In früheren Tarifrunden war es am UKGM wiederholt zu langen Streiks gekommen. Ob es in diesem Jahr erneut zu Arbeitskampfmaßnahmen kommt, macht Verdi vom Verlauf der Gespräche abhängig. "Der Rhön‑Konzern hat es in der Hand, mit einem guten Angebot die Basis für konstruktive Verhandlungen zu schaffen", sagte Dzewas‑Rehm.