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Pflegelöhne

"Wahlkampfbedingtes Gezerre beenden"

"Es ist allzu offensichtlich, dass es um Wahlkampf und nicht um nachhaltige Lösungen geht", kritisiert DPR-Präsident Franz Wagner.

Der Präsident des Deutschen Pflegerats (DPR), Franz Wagner, hat eindringlich an die Politik appelliert, das "wahlkampfbedingte Gezerre" um bessere Löhne in der Altenpflege zu beenden. Nötig seien Lösungen für mehr Gehalt sowie begrenzte Eigenanteile in der Pflegeversicherung und keine Streitereien zwischen den Koalitionsfraktionen.

Fehlende Wertschätzung Pflegenden gegenüber

Wagner bezieht sich mit seinen Äußerungen auf die Diskussionen zum Thema Gehälter in der Pflege und deren Finanzierung im Rahmen der Pflegeversicherung.

"Es ist allzu offensichtlich, dass es um Wahlkampf und nicht um nachhaltige Lösungen geht. Das hat wenig mit Wertschätzung zu tun. Denn die dringend notwendigen höheren Gehälter für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Pflege kann es vernünftigerweise nur geben, wenn auch deren Finanzierung gesichert ist. Und diese ist nur dann sicher und nachhaltig, wenn geklärt ist, dass die Kosten für die höheren Gehälter nicht die Pflegebedürftigen und deren Angehörigen zu tragen haben. Deren finanzielle Eigenanteile müssen begrenzt werden."

Die Regierungsparteien müssten Worten endlich Taten folgen lassen. Enttäuschend sei ohnehin schon, dass eine "große Pflege- und Lohnreform" für diese Legislaturperiode realistisch kaum mehr umsetzbar ist.

DBfK sieht Schwächen in "Pflege-Tariftreue-Gesetz"

Der Deutsche Berufsverband für Pflegeberufe (DBfK) äußerte sich skeptisch angesichts des geplanten "Pflege-Tariftreue-Gesetzes" von Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD).

Unklar sei bislang, welcher Tarif in Heils Vorstoß die Grundlage bilden solle. DBfK-Präsidentin Christel Bienstein sagte am Dienstag:

"Wenn lediglich ortsübliche Tarife eingehalten werden müssen, haben wir wenig gewonnen. In vielen Regionen würden bessere Tarifverträge ausgehöhlt."

Zudem sei eine Tarifbindung auch nur ein "allererster Schritt für massiv benachteiligte Pflegende auf dem Weg zu einer fairen Bezahlung der beruflich Pflegenden".

Die Qualifikation, das Wissen und Können, die Verantwortung sowie die physische und psychische Belastung rechtfertigten ein wesentlich höheres Gehalt.

Ein Einstiegsgrundgehalt von 4.000 Euro brutto für Pflegefachpersonen sei eine konkurrenzfähige Bezahlung, wiederholte Bienstein die seit Langem bekannte Forderung des DBfK.

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