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Akademisierung in den Pflegeberufen

Vogler: Pflegeausbildung muss attraktiver werden

Der Deutsche Pflegerat fordert von Bund und Ländern einen Ausbau der akademischen Pflegeausbildung.

Der Deutsche Pflegerat (DPR) hat Bund und Länder aufgefordert, dafür zu sorgen, die akademische Pflegeausbildung deutlich attraktiver zu machen. In einer Pressemitteilung von Freitag erklärte DPR-Präsidentin Christine Vogler mit Verweis auf die vom Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) veröffentlichten Ergebnisse zur Situation der hochschulischen Pflegeausbildung in Deutschland:

"Deutschland benötigt mehr akademisch ausgebildetes Pflegefachpersonal."

Forderungen des DPR

Vogler forderte die Gesetzgeber von Bund und Ländern auf

  • Studierende finanziell abzusichern,
  • mehr Studienplätzen einzurichten,
  • Karriereoptionen zu ermöglichen,
  • vernünftige Vergütungsstrukturen aufzubauen,
  • und bundeseinheitliche Regularien für Masterstudiengänge und weiterführende Studiengänge einzurichten.

Die DPR-Präsidentin sagte weiter:

"Eingehen muss dies alles in einem Pflegeberuf, dem weitreichende Kompetenzen auch aus dem Bereich der Heilkunde übertragen werden."

Eine so verstandene Berufsattraktivität steigere die Nachfrage nach Studienplätzen in der Pflege und sichere diese.

Auch die Bildung möchte Vogler in den Fokus gerückt sehen:

"Deutschland braucht nach wie vor dringend eine gut umgesetzte übergeordnete Bildungsarchitektur in der Pflege. Beginnend von der Pflegeassistenzausbildung, über die Ausbildung der Pflegefachpersonen bis hin zur akademischen Pflegeausbildung."

Diese scheitere zumeist am "Bildungsförderalismus" und an fehlenden Selbstverwaltungsstrukturen für die professionelle Pflege.

"Vernünftige" Kompetenzzuschreibungen für die Profession Pflege

Ebenso zwingend mit zu berücksichtigen seien vernünftige Kompetenzzuschreibungen für die Profession Pflege in allen Bereichen des Pflege- und Gesundheitssystems.

Das BIBB hatte jüngst in einer Sondererhebung eine Akademisierungsquote Pflegender für 2021 mit 1,74 % bzw. 0,82 % bei ausschließlichem Blick auf die primärqualifizierenden Studierenden angegeben. Der Deutsche Berufsverband für Pflegeberufe nahm die Zahlen zum Anlass, die "viel zu langsame Entwicklung" der hochschulischen Qualifikationen in den Pflegeberufen hierzulande zu bemängeln. Auch die Deutsche Gesellschaft für Pflegewissenschaft forderte eine signifikante Steigerung der Akademisierungsquote in der Pflege.

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