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Pflegestreik in NRW

Uniklinika legen Vorschlag zur Entlastung der Pflege vor

Pflegende im Schichtdienst in der direkten Patientenversorgung sollen in einer ersten Entlastungsstufe 5 zusätzliche freie Tage erhalten.

In den seit mittlerweile 7 Wochen andauernden Streik des Pflegepersonals an den Uniklinika in Nordrhein-Westfalen (NRW) kommt Bewegung. Am Freitag haben die 6 Uniklinika einen eigenen Vorschlag für mehr Entlastung des Pflegepersonals vorgelegt. Das teilten sie in einer gemeinsamen Meldung mit. Demnach sollen alle Pflegende in der direkten Patientenversorgung Entlastungstage erhalten, die als freie Tage genommen werden könnten.

5 zusätzliche freie Tage für Pflegepersonal

Konkret sollen den Pflegenden im Schichtdienst in einer ersten Entlastungsstufe 5 zusätzliche freie Tage ermöglicht werden. Gelinge der geplante Personalaufbau und damit auch die Entlastung in der täglichen Arbeit der Beschäftigten, solle sich die Zahl der freien Tage wieder stufenweise reduzieren.

Die Entlastungstage ermöglichten den Pflegenden so lange zusätzliches "Frei", bis die noch gemeinsam zu vereinbarenden Soll-Besetzungen des Personals erreicht seien. Der vereinbarte Personalaufbau solle dabei in mehreren Stufen erfolgen.

Der Pflegedirektor der Uniklinik Bonn, Alexander Pröbstl, erläuterte:

"Wir bauen über diesen innovativen Weg Personal auf – wie gefordert und auch von uns gewollt. Wenn wir das nicht im gemeinsam festgelegten Umfang schaffen, bleiben den Beschäftigten die Entlastungstage erhalten. Unsere Pflege kann also nicht verlieren: Entweder freie Tage oder mehr Personal, das entlastet."

Die Uniklinika wollten den "erheblichen Personalaufbau der vergangenen Jahre" damit fortsetzen, heißt es dazu in dem Schreiben der Häuser.

Prinzip des Konzepts: Entweder freie Tage oder mehr Personal

Mit dem Ziel einer "nachhaltigen" Entlastung der Pflege hätten die Einrichtungen der Gewerkschaft Verdi ein Konzept vorgelegt, das die Pflegenden "einfach, unbürokratisch und fair bei ihrer verantwortungsvollen Aufgabe unterstützt".

Der kaufmännische Direktor des Universitätsklinikums Aachen, Peter Asché, führte aus:

"Der Weg ist so einfach gestaltet, dass man nicht um einzelne Belastungssituationen streiten und auch keine zusätzliche Bürokratie schaffen muss, um komplizierte Regeln nachzuhalten. Und das Wichtigste: Die Entlastung wirkt sofort."

Auch der Tarifvertrag Entlastung an der Charité – Universitätsmedizin Berlin ist u. a. über Entlastungstage geregelt.

Verdi spricht von zähen und schwierigen Verhandlungen

Unterdessen hat Verdi an diesem Freitag zu weiteren Demonstrationen aufgerufen. Mit nach Gewerkschaftsangaben 1.000 streikenden Klinikbeschäftigten wollten sie am Ort der Koalitionsverhandlungen in Düsseldorf und vor dem Finanzministerium demonstrieren.

Noch am Mittwoch teilte Verdi mit, die Gespräche mit den Vorständen der Uniklinika gestalteten sich "zäh und schwierig". Zum aktuell vorliegenden Konzept hat sich Verdi bislang noch nicht geäußert.

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