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Appell an künftige Bundesregierung

Heil- und Gesundheitsberufe umstrukturieren

Allianz namhafter Organisationen, Expertinnen und Experten fordert in Thesenpapier eine Neuausrichtung des Gesundheitssystems.

Eine Allianz namhafter Organisationen, Expertinnen und Experten aus der Gesundheitsbranche fordert kurz nach dem Start der Sondierungsgespräche zwischen SPD, Grünen und FDP eine grundlegende Neuausrichtung im Gesundheitswesen. In ihrem Thesenpapier mit dem Titel "Jetzt die gesundheitspolitischen Weichen für die kommenden zehn Jahre stellen! Appell der verantwortungsbereiten Gesundheitswirtschaft" plädieren sie dafür, "den Rahmen so zu verändern, dass alle Akteure künftig ihr Handeln stärker am gemeinsamen Patientennutzen ausrichten bzw. ausrichten können".

Inhaltlich beziehen sich die Verfasserinnen und Verfasser auf bereits vorliegende Reformvorschläge, etwa der Stiftung Münch, der Robert-Bosch-Stiftung und des AOK Bundesverbands. Alle Vorschläge eine, dass sie u. a. mehr Handlungsspielräume vor Ort einforderten. V. a. die Regionen sollen mehr Gewicht in der Versorgung bekommen. Die Politik müsse zudem die Zuständigkeiten zwischen Bund und Ländern neu ordnen, die ambulante und stationäre Planung auf Länderebene aus einer Hand organisieren und Gesundheitsdaten besser nutzbar machen.

Eine Chance für eine Neuausrichtung biete u. a. der "Generationswechsel in den Heil- und Gesundheitsberufen". Deren Einsatz sei "besser auf den Versorgungsbedarf einer demografisch gealterten Gesellschaft abzustimmen":

"Zuständigkeiten und Verantwortlichkeiten dieser Professionen sollten neu geordnet und multiprofessionelle Teamarbeit auf Augenhöhe verbindlich gemacht werden. Das Angebot an Pflegestudiengängen sollte erweitert und der Modellstatus der Studiengänge im Bereich Therapieberufe beendet werden."

Zu den Unterzeichnerinnen und Unterzeichner des Thesenpapiers gehören u. a. die Bundesgeschäftsführerin des Deutschen Berufsverbands für Pflegeberufe (DBfK), Bernadette Klapper, und der Vorstandsvorsitzende der Initiative Gesundheitswirtschaft (IGW), Joachim Prölß.

Zuletzt hatten bereits der Deutsche Pflegerat (DPR), der DBfK und das "Bündnis für Gute Pflege" mit Vorschläge für eine Pflegereform an die künftige Bundesregierung adressiert.

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