Die Landespflegekammer Rheinland-Pfalz hat ihre Kammerwahl 2026 gestartet. Rund 200 Kandidatinnen und Kandidaten auf zehn Listen bewerben sich um Sitze in der Vertreterversammlung.
Wahlberechtigte Mitglieder können ihre Stimme online oder per Briefwahl abgeben, wie die Landespflegekammer am Mittwoch bekanntgegeben hat. Die Stimmen müssen spätestens am 25. September eingegangen sein. Das vorläufige Wahlergebnis soll bis 5. Oktober vorliegen, die konstituierende Sitzung der neu gewählten Vertreterversammlung ist für 19. November vorgesehen.
Für die Mitglieder ist es die dritte Wahl seit Gründung der Landespflegekammer. Die Vertreterversammlung gilt als zentrales Organ der beruflichen Selbstverwaltung und entscheidet über wesentliche Fragen der künftigen Ausrichtung und Arbeit der Kammer.
200 Kandidierende auf zehn Listen
Nach Angaben der Kammer treten zehn Listen zur Wahl an. Das Spektrum reicht von Gruppierungen, die die bisherige Arbeit der Landespflegekammer fortführen oder ausbauen wollen, bis hin zu kammerkritischen Initiativen. Über die jeweiligen Positionen können sich Mitglieder vor der Stimmabgabe auf der Website der Landespflegekammer informieren.
Die Kammer wirbt für eine Beteiligung an der Wahl. "Die Vertreterversammlung lebt davon, dass sich Pflegefachpersonen mit unterschiedlichen Erfahrungen und Positionen einbringen. Wer wählt, entscheidet mit, welche Themen und Perspektiven in den kommenden Jahren Gewicht bekommen", erklärt die Kammer.
Pflegefachpersonen wählen bis 25. September
Die Wahl entscheidet darüber, welche Vertreterinnen und Vertreter die Interessen der Kammermitglieder in den kommenden Jahren wahrnehmen. Die Kammer verweist darauf, dass eine hohe Wahlbeteiligung die demokratische Legitimation der Vertreterversammlung stärke.
Markus Mai tritt nicht erneut an
Die Wahl markiert zugleich das Ende einer Ära in der Landespflegekammer Rheinland-Pfalz. Präsident Markus Mai wird nach zehn Jahren an der Spitze der Kammer nicht erneut kandidieren. In einem Interview mit Die Schwester | Der Pfleger hatte er Anfang des Jahres angekündigt, nach zwei Amtszeiten nicht mehr für das Amt zur Verfügung zu stehen. "Ich habe immer gesagt: maximal zwei Amtszeiten", so Mai.
Mai war seit dem Aufbau der ersten Pflegekammer Deutschlands eine prägende Figur der beruflichen Selbstverwaltung in Rheinland-Pfalz. Zu den Aufgaben der neu gewählten Vertreterversammlung wird daher auch gehören, die personellen Weichen für die Zeit nach seiner Amtszeit zu stellen