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Karriere

Fachverbände werben für generalistische Pflegeausbildung

Die Verbände sehen Ausbildungsträger in der Pflicht, tragfähige Konzepte für einen gelingenden Berufseinstieg zu etablieren.

Der Katholische Krankenhausverband Deutschland und der Verband katholischer Altenhilfe in Deutschland (VKAD) blicken positiv auf die bisherigen Praxiserfahrungen der seit 2020 geltenden generalistischen Pflegeausbildung. Der Generation Z werde "ein sehr attraktives Angebot" mit der jetzigen Form der Pflegeausbildung unterbreitet. Die Ausbildung vereine mehrere Berufe, sei über die gesamte Berufsbiografie durchlässig und europaweit anerkannt, urteilte VKAD-Vorstand Stefanie Krones am Mittwoch im Vorfeld einer Fachtagung mit mehr als 70 Führungskräften zum Thema. Sie sagte aber auch:

"Jetzt liegt es an den Ausbildungsträgern, tragfähige Konzepte für einen gelingenden Berufseinstieg zu etablieren."

Verbesserte Karrierechancen

Pflege sei ein besonderer Beruf: Ganz nah am Menschen und in stetiger Interaktion mit dem Pflegebedürftigen und seinem Umfeld. Die dafür erforderlichen persönlichen Fähigkeiten würden in der generalistischen Ausbildung ideal gefördert und ergänzt. Das betreffe zum Beispiel die eigenständige Ausführung heilkundlicher Tätigkeiten, wie sie derzeit im Pflegekompetenzgesetz vorbereitet werden.

Die generalistische Fachausbildung biete zudem verbesserte Karrierechancen, etwa für den direkten Übergang in ein Pflegestudium.

Pflegekräfte als wichtige Netzwerkpartner

Auch der stellvertretende Vorsitzende des Katholischen Krankenhausverbands Deutschland, Dirk Albrecht, unterstrich, dass die künftigen Pflegekräfte mit der generalistischen Ausbildung beste Voraussetzungen hätten, ihren Berufsweg "ganz individuell zu gestalten".

Moderne Gesundheitsversorgung sei interdisziplinär und sektorübergreifend zu denken. Die Gesundheitsversorgung werde mehr und mehr zu einem Netzwerk verschiedener Akteure. Menschen mit einer generalistischen Pflegeausbildung übernähmen in diesem Netzwerk eine wichtige Verbindungsfunktion.

Die katholischen Bildungseinrichtungen stellen eigenen Angaben zufolge rund 20 Prozent der Pflegeausbildungsplätze bundesweit. Sie zählten damit zu den wichtigsten Aus-, Fort- und Weiterbildungsträgern für die Pflege in Deutschland.

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