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Freiwilligenpool für Pflegende

Eindringlicher Aufruf von Berliner Kliniken

Die Berliner Krankenhausgesellschaft bittet gemeinsam mit dem Senat alle ehemaligen und frei verfügbaren examinierten Pflegefachpersonen um Unterstützung.

Die Patientenzahlen auf Intensivstationen Berliner Krankenhäuser haben sich in den vergangenen 2 Wochen nach Angaben der Berliner Krankenhausgesellschaft (BKG) verdreifacht. Daher ruft die BKG gemeinsam mit Gesundheits- und Pflegesenatorin Dilek Kalayci (SPD) nun alle ehemaligen und frei verfügbaren examinierten Pflegefachpersonen auf, die Kliniken während der Corona-Krise zu unterstützen.

Zwar hätten sich die Krankenhäuser in der Hauptstadt seit Beginn der SARS-CoV-2-Pandemie mit allen Kräften auf die zu erwartenden hohen Patientenzahlen vorbereitet – das reiche aber nicht, so die BKG am Donnerstag.

Zwar gut vorbereitet, aber das Personal fehlt

"Wir wollen alle Möglichkeiten nutzen, das Personal in den Krankenhäusern zu verstärken. Doch neben den enormen Anstrengungen, die die Beschäftigten in den Kliniken heute schon erbringen, brauchen wir Hilfe von außen", mahnte BKG-Geschäftsführer Marc Schreiner.

"Bitte kontaktieren Sie die Krankenhäuser und helfen Sie bei der Versorgung der wachsenden Anzahl an Covid-19-Patientinnen und -Patienten."

So lautet der Aufruf der BKG.

Im rbb-Sender Radioeins verdeutlichte die Pflegedirektorin der Charité – Universitätsmedizin Berlin, Judith Heepe, am Donnerstag:

"Die Berliner Charité benötigt in der Corona-Pandemie bis zu 150 zusätzliche Pflegefachpersonen."

Pflegende hätten jetzt die Möglichkeit, in einer Situation zu unterstützen, die "in den nächsten ein bis zwei Monaten eine sehr, sehr schwierige für die Hauptstadt sein wird", so Heepe.

Bereits in der Vorwoche zeigten sich Pflege- und Ärztevertreter massiv besorgt.

Senat richtet Krisenpersonalpool ein

Unterstützung erhalten Berlins Kliniken von Senatorin Kalayci. Die Kliniken hätten sich gut auf eine zweite Welle vorbereitet, etwa mit intensiven Weiterbildungs- und Qualifizierungsmaßnahmen, um COVID-19-Patientinnen und -Patienten zu versorgen. Ehrenamtliche Pflegefachpersonen oder Teilzeitkräfte seien aktiviert worden.

"Jetzt müssen diese Anstrengungen verstärkt werden", betonte Kalayci. "Deshalb unterstütze ich den Aufruf der Berliner Krankenhausgesellschaft an alle verfügbaren Pflegekräfte: Ihre qualifizierte Mitarbeit in den Krankenhäusern ist hochwillkommen."

Der Berliner Senat habe mit einem "Krisenpersonalpool" eine Plattform eingerichtet, auf der Pflegende und Krankenhäuser schnell und unproblematisch zusammenfinden könnten.

Bereits meherere Pflegepools in anderen Ländern

Die Pflegekammern in Niedersachsen, Rheinland-Pfalz und Schleswig-Holstein hatten bereits zu Beginn der Pandemie Meldestellen für ehemalige Pflegende eingerichtet. Auch die Vereinigung der Pflegenden in Bayern betreibt einen Pflegepool.

An die jeweiligen Stellen können sich nach wie vor Interessierte wenden, wenn sie in der Ausnahmesituation der Corona-Krise helfen möchten.

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