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Corona-Prämie

DBfK und DPR: Nur wenige profitieren

DBfK und DPR kritisieren Verteilung der Corona-Prämie gemäß Entwurf zum Krankenhauszukunftsgesetz als ungerecht und intransparent.
DBfK und DPR kritisieren Verteilung der Corona-Prämie gemäß Entwurf zum Krankenhauszukunftsgesetz als ungerecht und intransparent.

Der Deutsche Berufsverband für Pflegeberufe (DBfK) und der Deutsche Pflegerat (DPR) kritisieren die im Entwurf zum Krankenhauszukunftsgesetz (KHZG) vorgesehene Regelung zur Verteilung der Corona-Prämie.

Beide begrüßen, dass nun auch Pflegende in Krankenhäusern die Prämie sehr bald erhalten sollen. Zwar orientiere sich die Regelung im KHZG in weiten Teilen an dem von Deutscher Krankenhausgesellschaft (DKG) und GKV-Spitzenverband vorgelegten Lösungsvorschlag. Doch gemäß Gesetzentwurf würden nun noch weniger beruflich Pflegende profitieren als im DKG-GKV-SV-Konzept vorgesehen, kritisiert der DBfK. Bereits diesen Vorschlag hatten DBfK und DPR als unzureichend bezeichnet.

Prämie abhängig von Betten- und Patientenzahl

Die Bonuszahlungen würden abhängig gemacht von der Zahl der Betten und der versorgten Patientinnen und Patienten mit COVID-19, so der DBfK in einer aktuellen Pressemitteilung. DPR-Präsident Franz Wagner bezeichnete diese Vorgabe am Dienstag in Berlin als ungerecht: "Pflegende sollen nur dann eine Corona-Prämie erhalten, wenn mindestens 20 COVID-19 Patienten/Patientinnen in einem Krankenhaus mit weniger als 500 Betten versorgt wurden oder 50 Patienten/Patientinnen in einem Krankenhaus mit mehr als 500 Betten."

Laut DBfK kommen somit "voraussichtlich nur 450 statt wie von DKG und GKV-SV vorgeschlagen 700 Kliniken für die Zahlungen infrage". Im Gesetzesentwurf fehle zudem die Empfehlung, dass die Länder die Zahlungen um 500 Euro erhöhen sollten.

Für die Pflegenden sei nicht nur die Versorgung von an COVID-19 erkrankten Patientinnen und Patienten eine Belastung. Vielmehr sei jede Patientin und jeder Patient potenziell infiziert und sei dementsprechend aufwendig zu pflegen, betonte Wagner. "Das Risiko der Ansteckung ist potenziell bei Patienten mit unklarem Status sogar größer als bei einem mit COVID-19 diagnostizierten Menschen."

DBfK und DPR: Gerecht verteilen

Es komme nun darauf an, "dass die Bonuszahlungen gerecht durchgeführt werden und alle davon profitieren, die seit Beginn der Pandemie immer wieder Außerordentliches leisten", so DBfK-Präsidentin Christel Bienstein. Auch DPR-Präsident Wagner fordert die Prämie für alle Pflegefachpersonen und andere belastete Berufsgruppen, wie etwa das Reinigungspersonal. "Erneut 'vergessen‘ wurden die Pflegenden in den Reha-Kliniken. Auch dort wurden infizierte oder potenziell infizierte Patientinnen und Patienten versorgt", sagte Wagner.

Sorgen bereitet DBfK und DPR, dass die Verteilung der Prämie in den Kliniken individuell geregelt werden soll. Dies könne zu ungleichmäßiger und intransparenter und damit ungerechter Verteilung führen und damit zur Frustration bei vielen Berufsangehörigen führen.

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