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Onkologische Pflege

Krebshilfe finanziert zwei neue Professuren

Die Deutsche Krebshilfe finanziert zwei neue Professuren für onkologische Pflege in Halle und Freiburg. Ziel ist es, Forschung, Lehre und Versorgung zu stärken – ein Schritt, den Pflegewissenschaftler als Meilenstein bewerten.

Zum Weltkrebstag am 4. Februar stärkt die Deutsche Krebshilfe die akademische onkologische Pflege. Insgesamt drei Millionen Euro fließen in zwei neue Stiftungsprofessuren an den Universitätskliniken Halle (Saale) und Freiburg, teilte die Organisation am Freitag mit. Ziel ist es, Forschung, Lehre und Versorgung in der onkologischen Pflege auszubauen.

Wachsende Anforderungen in einem komplexen Versorgungsfeld

Die Zahl der Krebspatientinnen und -patienten steigt, während Therapien zunehmend differenziert werden. Das Pflegepersonal müsse "einen Überblick über all diese Verfahren, ihre medizinischen Hintergründe und mögliche Nebenwirkungen behalten", heißt es in der Mitteilung. Neben der Begleitung komplexer Therapien zählen auch die Unterstützung bei psychoonkologischen Symptomen sowie die Angehörigenbegleitung zu den Aufgaben der Pflege.

Professorin Christel Bienstein betonte die Bedeutung einer fundierten Qualifizierung: "Im internationalen Vergleich sind akademische Ausbildungen in der Pflege – und damit verbunden auch die onkologische Pflegeforschung – hierzulande eher unterentwickelt." Bienstein ist Pflegewissenschaftlerin, ehemaliges Mitglied des Fachausschusses "Krebs-Selbsthilfe/Patientenbeirat" der Deutschen Krebshilfe und Mitinitiatorin der beiden Stiftungsprofessuren "Onkologische Pflege". Mit den beiden Professuren solle die pflegerische Versorgung in Forschung und Lehre "in ihrer gesamten Breite" weiterentwickelt werden.

Standorte und Struktur der Förderung

Die Professuren werden an den Standorten Halle und Freiburg eingerichtet. Beide erhalten jeweils 1,5 Millionen Euro über fünf Jahre. Die künftigen Stelleninhaberinnen oder -inhaber sollen eng kooperieren, insbesondere bei Forschungsprojekten und Lehrkonzepten. Teil der Initiative ist auch der Aufbau spezialisierter Masterstudiengänge für onkologische Pflegeexpertinnen und -experten.

Reaktion aus der Pflegewissenschaft

Der Pflegewissenschaftler an der Uniklinik Köln, Sascha Köpke, begrüßte die Entscheidung auf LinkedIn. In einem Statement bezeichnete er die Einrichtung der Professuren als "echten Meilenstein".

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