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Krankenhauskonferenz Brandenburg

DBfK Nordost fordert Diskussion auf Augenhöhe

Die Fragen künftiger Einrichtungsformen seien auf Augenhöhe mit Pflegefachpersonen als wichtigem Teil der Gesundheitsversorgung zu klären.

Am Dienstag treffen sich auf Einladung von Brandenburgs Ministerpräsidenten Dietmar Woidke (SPD) und Gesundheitsministerin Ursula Nonnemacher (Bündnis 90/Die Grünen) wichtige Landesakteure der Gesundheitsversorgung zu einem Austausch in Potsdam. Der Deutsche Berufsverband für Pflegeberufe (DBfK) Nordost hat in diesem Zusammenhang eine Diskussion auf Augenhöhe mit der Profession Pflege gefordert.

Tradiertes Berufsbild der Pflege überwinden

Zwar sei die Errichtung sogenannter Level 1i-Krankenhäuser unter pflegerischer Leitung weiter umstritten und die Errichtung von Gesundheitskiosken noch nicht beschlossen. Aus Sicht des DBfK Nordost seien aber die Fragen der Einrichtungsform mit Pflegefachpersonen zu erörtern.

Auf jeden Fall ließen sich durch den vermehrten Einsatz akademisch qualifizierter Pflegefachpersonen in der Primärversorgung die Morbidität, die Mortalität und die Kosten senken. Das belegten Studien. DBfK-Nordost-Vorstandsvorsitzender Johannes Wünscher sagte dazu am Montag:

"Wir sollten diese Diskussionen faktenbasiert anhand internationaler Vorbilder führen und uns nicht nur am tradierten Berufsbild der Pflege in Deutschland orientieren."

Neben einer besseren Gesundheitsversorgung würden so attraktivere Karriereoptionen für motivierte und qualifizierte Pflegefachpersonen aus dem In- und Ausland geschaffen. Das sei gerade für Flächenländer wie Brandenburg überlebenswichtig.

Brandenburg unter Bundesdurchschnitt bei internationalen Pflegefachpersonen

Internationale Untersuchungen zeigten, dass überall dort, wo Pflegefachpersonen durch erweiterte berufliche Rollen mehr Verantwortung erhalten, das Berufsfeld insgesamt stark und nachhaltig profitiert.

Bundesweit verlaufe die Akademisierung der Pflege jedoch weiter nur schleppend. In Brandenburg fehle es insbesondere an spezialisierten Masterstudiengängen, etwa im Bereich Pflegemanagement oder Community Health Nursing – trotz guter Erfahrungen mit Polikliniken und Gemeindeschwestern vor der Wiedervereinigung.

Auch die Anwerbung internationaler Fachkräfte für die Pflege sei bundesweit herausfordernd, besonders abseits urbaner Zentren und in Ostdeutschland insgesamt: Außer in Berlin liege dort der Anteil nicht deutscher Pflegender in Krankenhäusern überall um mehr als die Hälfte unter dem Bundesdurchschnitt von zwölf Prozent; in Brandenburg seien es im vergangenen Jahr sogar nur 5,8 Prozent gewesen.

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