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Tarifabschluss der NRW-Universitätsklinika

Caritas warnt vor "Überbietungswettbewerb"

Der Tarifabschluss an den Uniklinika in NRW ist aus Sicht der Caritas-Dienstgeberseite wenig hilfreich.

Die Dienstgeberseite der arbeitsrechtlichen Kommission (AK) der Caritas hat den kürzlich zwischen den Universitätsklinika in Nordrhein-Westfalen (NRW) und der Gewerkschaft Verdi ausgehandelten Tarifvertrag (TV) Entlastung kritisiert. Er sei "wenig hilfreich" und beseitige den Fachpersonalmangel nicht, kritisierte der Sprecher der Dienstgeberseite der AK Caritas, Norbert Altmann, am Dienstag.

Abwerbung aus anderen Kliniken oder Pflegeeinrichtungen befürchtet

Die im TV Entlastung vorgesehenen zusätzlichen freien Tage würden "zu einem erhöhten Personalbedarf führen, der in der aktuellen Situation nur durch Abwerbung aus anderen Kliniken oder Pflegeeinrichtungen gedeckt werden kann", so Altmann.

Dies werde die katholischen wie auch alle anderen Krankenhäuser in NRW vor große Herausforderungen stellen.

"Wettbewerbsverzerrung" um Pflegefachpersonal

Der TV soll ab 1. Januar stufenweise in Kraft treten und sieht in der Pflege schichtgenaue Mindestbesetzungen des Pflegepersonals vor. Im Fall des Unterschreitens dieser Quoten, erhalten Pflegende einen Belastungsausgleich, z. B. über freie Tage.

Kurzfristig führe dieser TV "nur zu einer Wettbewerbsverzerrung auf dem angespannten Fachkräftemarkt".

"Wir sehen hier einen bundesweiten Überbietungswettbewerb, dessen Finanzierbarkeit zunächst politisch geklärt werden müsste."

Der Landtag in NRW will die Uniklinika unterstützen, damit die Finanzierung der Vereinbarungen sicher ist. Auch das stößt auf Missfallen bei der Caritas.

In Ausbildung und Personalgewinnung investieren

So forderte der Sprecher der Dienstgeberseite der Regionalkommission NRW, Christian Schu, eine Ausweitung der Finanzierungszusage auf alle Kliniken in NRW. Zudem gelinge Entlastung nur, wenn die Arbeit auf zusätzliche Schultern verteilt werden könne.

"Genau das leistet der TV Entlastung jedoch nicht – konkrete Lösungen für diese Problematiken bleiben aus."

Zu befürchten sei, "dass am Ende die freien Tage schlicht ausgezahlt werden", damit keine personellen Lücken entstünden. Dieses Geld wäre "besser und nachhaltiger in Ausbildung und Personalgewinnung von dringend benötigten zusätzlichen Fachkräften investiert", führte Schu weiter aus.

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