Scharfe Kritik erhält Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) aktuell aus den Reihen von Reha-Pflegenden. Zum wiederholten Mal würden diese Pflegefachpersonen bei neuen Gesetzesvorhaben nicht berücksichtigt. Sowohl das Pflegepersonal-Stärkungsgesetz (PpSG) als auch das Gesetzesvorhaben, die Arbeitsbedingungen in Heilberufen zu verbessern, ignorierten Pflegende aus der Reha-Branche. Das bemängelte die geschäftsführende Gesellschafterin der Dr. Becker Klinikgruppe, Ursula Becker, am Dienstag.
"Wir begrüßen die Verbesserung von Arbeitsentgelt und Arbeitsbedingungen für die Therapeuten in den ambulanten Praxen ausdrücklich. Aber warum tut Herr Spahn schon wieder nichts für das qualifizierte Personal in deutschen Reha-Kliniken?", ärgerte sich Becker weiter. Deren Gehalt bleibe "wieder durch die Grundlohnsumme gedeckelt". Für Becker und andere Rehaklinik-Betreiber sei dies "ein echtes Problem". Sie müssten befürchten, gehaltlich nicht mehr attraktiv für ihre Mitarbeiter/-innen zu sein. Mit Spahns Plänen werde die Reha-Branche "massiv" bedroht. "Spahns Aktivitäten werden mehr denn je zu einer Gefahr für Rehabilitationskliniken", betonte Becker. Deshalb fordere sie eine "dringende Kurskorrektur".
Zur Dr. Becker Klinikgruppe mit rund 1.800 Mitarbeiter/-innen gehören deutschlandweit unter anderem 9 Rehabilitationseinrichtungen.