Die Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG) hat in der Diskussion um den Fachkräftemangel in der Pflege gefordert, die Überstunden von Pflegenden nach französischem Vorbild steuerfrei zu stellen.
Damit würde ein "regierungsmöglicher" schneller Beitrag zur Einkommensverbesserung in der Pflege geleistet. Für Pflegende wäre dies ein deutliches Zeichen der Wertschätzung ihres über das übliche Maß hinausgehenden Engagements, so DKG-Hauptgeschäftsführer Georg Baum am Dienstag.
Um die neuen Mindestbesetzungen im Rahmen der Pflegepersonaluntergrenzen erfüllen zu können, seien die Kliniken zumindest übergangsweise auf die Bereitschaft der Pflegenden zu Überstunden angewiesen. Jene Pflegende, die derzeit bereits Überstunden leisteten, sollten nach DKG-Vorstellungen deshalb ihre Überstunden künftig steuerfrei bezahlt bekommen.
In den vergangenen Jahren habe die Zahl der Pflegefachpersonen in Kliniken einen deutlichen Anstieg verzeichnet, so Baum. Gleichzeitig sei aber auch die Zahl der unbesetzten Stellen gestiegen. "Diese Entwicklung macht deutlich, dass die Kliniken bei der Pflege nicht 'sparen' und es objektive Unmöglichkeiten auch bei der Deckung von Spitzenbelastungen gibt."