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DBfK: Mehr als 126.000 Stellen fehlen in der Pflege

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Der Deutsche Berufsverband für Pflegeberufe (DBfK) geht von deutlich mehr fehlenden Stellen in der Pflege aus als die am Mittwoch verkündeten Zahlen der Bundesregierung beziffern. Die genannten mindestens 36.000 Stellen seien "nur die Spitze des Eisbergs". "Denn wir wissen, dass die meisten Arbeitgeber ihre freien Stellen gar nicht mehr bei der Bundesagentur melden, da diese nicht mit Arbeitssuchenden helfen können", sagte DBfK-Präsidentin Christel Bienstein. Hinzu komme, dass die nicht besetzten Stellen auf Basis viel zu niedriger Stellenpläne berechnet würden. "Wir brauchen in der Pflege insgesamt mindestens 100.000 Stellen mehr, um gute Versorgungsqualität in der Pflege sicherstellen zu können. In der Summe sprechen wir also von einem Mangel von deutlich über 126.000 Stellen in der professionellen Pflege", betonte Bienstein.

Eine Entschärfung der Situation sei nur mit einem umfassenden Gegensteuern zu erreichen. Dazu zählten bessere Rahmenbedingungen für pflegerische Arbeit, eine bessere Personalausstattung, Investitionen in die Ausbildung sowie eine bessere und gerechte Vergütung pflegerischer Arbeit. 

Auch der Deutsche Pflegerat (DPR) mahnte: "Die Pflege duldet keine zeitlichen Verzögerungen und keine langen Diskussionen mehr." Der DPR warne schon lange vor einem Pflegepersonalnotstand. "Doch anstatt zu handeln, haben viele Verantwortliche nicht, zu spät oder falsch reagiert", betonte DPR-Präsident Franz Wagner am Donnerstag.

Nicht nur Politiker, sondern auch Träger von Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen, Kranken-, Pflegekassen sowie Sozialhilfeträger stünden in der Pflicht, die prekäre Situation endlich zu ändern. 

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