Pflegende sind häufiger langzeiterkrankt als Arbeitnehmer in anderen Branchen. Das geht aus einer Studie der AOK Rheinland/Hamburg mit knapp 1,1 Millionen Versicherten hervor. Der Krankenstand von Personen, die in der stationären und ambulanten Pflege tätig sind, lag demnach überdurchschnittlich hoch bei 7,31 Prozent, wie die Krankenkasse am Donnerstag mitteilte.
Langzeiterkrankungen wie Muskel- und Skeletterkrankungen oder psychische Erkrankungen waren laut AOK für ein Drittel der Arbeitsunfähigkeitstage von Pflegenden verantwortlich. Das zeige die hohen physischen und psychischen Belastungen, denen Pflegende bei ihrer täglichen Arbeit ausgesetzt seien.
Insgesamt gesehen waren die Versicherten 2017 aber seltener krank als im Jahr zuvor. Der Krankenstand sank im Rheinland von 5,7 Prozent auf 5,57 Prozent. Dennoch war mehr als die Hälfte (53,3 Prozent) aller Beschäftigten 2017 mindestens einmal krankgeschrieben.
Bereits im Sommer vergangenen Jahres hatte der BKK Dachverband einen "kritischen" und "besorgniserregenden" Gesundheitszustand von Pflegenden festgestellt.