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Schleswig-Holstein

Pflegekammer bekommt Unterstützung von Ärzten

Vorurteile abbauen, gemeinsam handeln und zusammen Potenziale nutzen – das ist das Ziel der Pflegekammer und der Ärztekammer in Schleswig-Holstein. Die beiden größten Berufsgruppen im Land haben sich zusammengetan und erstmals eine gemeinsame Vorstandssitzung abgehalten.

"Pflegefachpersonen arbeiten mit Ärztinnen und Ärzten Hand in Hand. Wir benötigen dringend einen Schulterschluss, wenn es darum geht, fachliche Notwendigkeiten gegen wirtschaftlichen Druck zu verteidigen", sagte Pflegekammerpräsidentin Patricia Drube.

Ärzte unterstützen Kammeraufbau ausdrücklich

"Gesundheitsversorgung ist eine Teamleistung und die anstehenden Herausforderungen sind nur in Kooperation zu meistern", ergänzte Ärztekammerpräsident Henrik Herrmann. Die Ärztekammer unterstütze den Aufbau der Pflegeberufekammer ausdrücklich. Gemeinsames Ziel sei es, Vorurteile und Vorbehalte abzubauen. Je mehr sich auf Augenhöhe begegnet werde, desto größer seien die Erfolgsaussichten, Veränderungen auch herbeiführen zu können.

Gemeinsam wollen beide Kammern u.a. die Aus-, Fort- und Weiterbildungsangebote interprofessioneller gestalten.

Künftig sollen einmal jährlich eine gemeinsame Klausurtagung und eine gemeinsame Vorstandssitzung stattfinden.

Kammerpräsidentin Drube: "Wir nehmen die derzeitige Kritik sehr ernst"

Parallel will die Pflegekammer ihren Dialog mit ihren Mitgliedern stärken.

"Wir nehmen die derzeitige Kritik sehr ernst und möchten sie konstruktiv für unsere Weiterentwicklung nutzen", so Drube. "Uns ist bewusst geworden, dass sich im Moment nicht alle Mitglieder ausreichend informiert fühlen. Das möchten wir gerne ändern" – auf Augenhöhe mit den Mitgliedern und in konstruktivem Austausch miteinander.

Anfang November fand ein erster Runder Tisch mit rund 30 Kritikerinnen und Kritikern der Pflegekammer statt.

"Wir sind sehr bemüht, uns den Kritikern zu stellen. Allerdings wird die Diskussion teilweise sehr emotional geführt. Einige Vorwürfe sind auch schlichtweg falsch, wie zum Beispiel, dass Pflegende mehrere hundert Euro im Jahr Beitrag zahlen müssen oder der Vorstand hohe Zahlungen erhalte", berichtet die Kammerpräsidentin. Hier gelte es, noch viel Aufklärungsarbeit zu leisten.

Künftig sollen Kammerinformationen noch zielgruppengerechter aufbereitet werden. Dazu zählen u.a. Newsletter und Webseite zu überarbeiten sowie die gesamte Kommunikation mit den Kammermitgliedern auch über direkte Anschreiben zu intensivieren.

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