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Pflegeverbände begrüßen Sondierungsergebnis

Die großen Pflegeverbände haben die Sondierungsergebnisse von Freitag mehrheitlich begrüßt. Sie beinhalteten wichtige Schritte für bessere Arbeitsbedingungen in der Pflege. Allerdings sei auch eine Gesamtschau nötig, um diese zielgerichtet zu verbessern sowie die Berufsausbildung und den Verbleib im Beruf attraktiver zu machen, sagte der Präsident des Deutschen Pflegerats (DPR), Franz Wagner. Diese Bedingungen müssten schnell auf den Weg gebracht werden. Dazu sei jetzt die zügige Regierungsbildung nötig.

Auch der Deutsche Berufsverband für Pflegeberufe (DBfK) mahnte, keine Zeit zu verlieren. Erfreulich sei, dass Pflegepersonaluntergrenzen auf alle bettenführenden Abteilungen in Kliniken ausgeweitet werden sollen. Aber die beruflich Pflegenden erwarteten ebenso, dass sie „nicht länger an ihren Arbeitsplätzen verschlissen“ würden, betonte DBfK-Präsidentin Christel Bienstein.

"Vorsichtig optimistisch" gibt sich der Präsident der rheinland-pfälzischen Pflegekammer, Markus Mai. Als "besonders gutes Signal" wertete er, dass CDU, CSU und SPD die Altenpflege besonders berücksichtigen wollen. Die noch "sehr abstrakten und schwammigen" Positionen der Sondierungsgespräche müssten aber in substantiellen Koalitionsverhandlungen mit konkreten politischen Vereinbarungen unterfüttert werden. "Die Bundespolitik muss endlich eine Offensive für die Pflege angehen."

Als „nichts Halbes und nichts Ganzes“ bewertete indes das Deutsche Institut für angewandte Pflegeforschung (DIP) die Einigung. Zwar gingen die Vereinbarungen in die richtige Richtung, zur ursächlichen Behebung der Pflegemisere brauche es aber deutlich mehr Mut und Inspiration, sagte DIP-Leiter Frank Weidner am Montag. Bislang gebe es bestenfalls Reparaturvorschläge, die Menschen wollten aber eine grundlegende Reform des Pflegesystems.

Sorgenvoll bewertete der Bundesverband privater Anbieter sozialer Dienste (bpa) die Ergebnisse. "Gute Pflege braucht gutes Personal zu fairen Bedingungen", sagte bpa-Präsident Bernd Meurer. Leider stehe in dem Papier nichts darüber, wer das bezahlen werde. "Fakt ist, dass ohne höhere Leistungen der Pflegeversicherung oder der Krankenversicherung absehbar höhere Kosten ganz allein zulasten der Pflegebedürftigen, ihrer Angehörigen und der Sozialhilfeträger gehen", so Meurer. Dies sei schon jetzt in Bundesländern wie Brandenburg oder Sachsen-Anhalt zu beobachten, in denen die Löhne deutlich erhöht worden seien.

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