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Uniklinik Düsseldorf lässt Streik gerichtlich verbieten

Das Arbeitsgericht Düsseldorf hat den von der Dienstleistungsgewerkschaft Verdi für diese Woche Dienstag und Mittwoch angekündigten Streik an der Uniklinik auf Antrag des Krankenhauses untersagt. Das betrifft zunächst fünf Stationen der Klinik, wie die Einrichtung am Dienstag mitteilte. Auf diesen Stationen lägen Patienten, von denen einige in akuter Lebensgefahr schweben. Das Gericht bezeichnete in seinem Beschluss den angekündigten Streik nach Angaben der Klinik als „unverhältnismäßig“.

Auf den übrigen Stationen wurde indes gestreikt, sodass Verdi ein gemischtes Fazit zieht. Zwar sei die Beteiligung an den Streiks erfreulich, empört äußerte sich Verdi-Bundesvorstandsmitglied Sylvia Bühler aber am Donnerstag über "die Vehemenz und Dreistigkeit, mit der die Klinikleitung in Düsseldorf gegen die Beschäftigten" vorgehe. Am Dienstag warf sie der Klinikleitung bereits ein "durchsichtiges Manöver" vor. "Statt endlich gemeinsam mit den Beschäftigten nach Lösungen für die dramatische Situation zu suchen, heizt die Klinikleitung den Konflikt an", so Bühler. Nicht der Streik gefährde die Patienten, sondern die schlechte Personalausstattung im Alltag.  

„Statt uns juristische Winkelzüge vorzuwerfen, sollte Verdi die Rücksichtslosigkeit ihrer Streikaufrufe mit der Inkaufnahme von Gefahren für Leib und Leben unserer Patienten beenden“, sagte der Ärztliche Direktor und Vorstandsvorsitzende der Uniklinik, Klaus Höffken. Verdi weigere sich jedoch weiterhin, Verhandlungen mit der Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL) zu führen. Das Klinikum ist Mitglied im Arbeitgeberverband und somit in der TdL organisiert.

Verdi hat in dieser Woche wieder zu Aktionen für mehr Personal im Krankenhaus in mehreren Bundesländern aufgerufen. Erst Ende Oktober fanden die letzten von Verdi organisierten bundesweiten Proteste statt. 

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