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Bundesweit Aktionen gegen Personalnot

Diese Woche machen Klinikmitarbeiter erneut mit bundesweiten Aktionen auf die Personalknappheit aufmerksam. Das teilte Verdi am Dienstag mit. Unter dem Motto „Grenzen setzen“ verdeutlichen die Beschäftigten, dass sie die derzeitigen Bedingungen nicht länger hinnehmen wollen – regelmäßig aus dem Dienstplanfrei gerufen zu werden, keine Pause nehmen zu können und einen Berg von Überstunden vor sich herzuschieben. Mit einem „Soll-ist-voll-Rechner“ machen Teams öffentlich, dass die Arbeitszeit des vorhandenen Personals bei bedarfsgerechter Schichtbesetzung nicht bis zum Ende des Monats reicht.

Mehrere Arbeitgeber der bisher bestreikten Kliniken hätten nun Verhandlungsbereitschaft signalisiert, teilte Verdi am Mittwoch mit. Darüber hinaus wolle man mit weiteren Krankenhäusern in Verhandlungen gehen. "Wir treten in mehreren Krankenhäusern in Verhandlungen ein. Dort streiken wir nicht", sagte Verdi-Chef Frank Bsirske. An Kliniken, die sich der örtlichen Personalnot nicht stellten, würden die Aktionen aber weitergehen. 

Unabhängig von den Tarifverhandlungen sieht Verdi die künftige Jamaika-Koalition in der Pflicht: „Vor der Wahl haben alle Parteien versprochen, etwas für die Pflege zu tun", erinnerte Verdi-Bundesvorstandsmitglied Sylvia Bühler. „Die Beschäftigten erwarten, dass in den Koalitionsvertrag gesetzliche Regelungen zur Personalausstattung aufgenommen werden.“ Um die größte Not zu lindern, brauche es ein Sofortprogramm: „Keine Pflegekraft soll mehr in einer Schicht alleine arbeiten müssen. Auch für die Auszubildenden braucht es mehr Zeit zur Anleitung. Das macht einen Stellenzuwachs von mindestens 20.000 Pflegefachkräften aus“, so Bühler.

Bundesweit fehlen nach einer Verdi-Erhebung 162.000 Stellen in Krankenhäusern, allein 70.000 Stellen für Pflegefachkräfte.

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