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Charité-Streik vorerst ausgesetzt

Fünf Tage lang haben Pflegende an der Charité – Universitätsmedizin Berlin in der vergangenen Woche gestreikt. Seit Freitagabend ist der Streik ausgesetzt. Das teilte sowohl die Gewerkschaft Verdi als auch die Klinikleitung der Charité mit. 

Da noch keine Bewegung der Arbeitgeber erkennbar sei, will Verdi in dieser Woche klären, in welcher Form der Arbeitskampf fortgesetzt wird. Daher sei mit weiteren Streiks in der Charité zu rechnen. Das hatte Verdi-Bundesvorstand, Sylvia Bühler, bereits in der vergangenen Woche gegenüber BibliomedPflege mitgeteilt.  

Aufgrund der getroffenen Notdienstvereinbarung, die beide Seiten geschlossen haben, muss die Arbeitgeberseite sechs Tage vor einer Fortsetzung des Streiks informiert werden, wenn eine Station geschlossen wird. "Und wir informieren drei Tage vorher, wenn Betten aufgrund der Streikbereitschaft gesperrt werden müssen", sagte Verdi-Sprecher Carsten Becker im rbb. 

Der Ärztliche Direktor der Charité, Ulrich Frei, sagte, dass der Streik große Auswirkungen auf den Betriebsablauf hatte. An fünf Tagen in Folge habe die Klinik nach eigenen Angaben etwa jede zweite geplante Operation verschieben müssen. "Die Absagen der Eingriffe wurden für die uns anvertrauten Patienten zunehmend zu einer Belastung.", so Frei. Notfalloperationen hätten aber durchgeführt werden können. 

Verdi fordert einen Personalzuwachs und Mindestbesetzungen auf den Stationen, wie es im 2016 abgeschlossenen Tarifvertrag vorgesehen war. Die Charité-Leitung verweist auf den Fachkräftemangel und eigene Bemühungen, das benötigte Personal zu gewinnen.

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