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  • 18.04.2017
  • Bildung

Deutscher Fachpflegekongress 2017

"Einzigartig für die Fachpflege"

Der Kongress für die Anästhesie und Intensivpflege hat sich innerhalb von vier Jahren zu einem festen Branchentreff für die Fachpflege etabliert. In diesem Jahr findet erstmalig zeitgleich der „Deutsche OP-Tag“ statt. 

Herr Ullrich, der Deutsche Fachpflegekongress findet vom 28. bis 30. September zum fünften Mal statt – diesmal mit neuem Konzept. Was hat sich geändert?

Nachdem wir uns mit den ersten vier „Ausgaben“ des Deutschen Fachpflegekongresses mit stetig steigenden Besucherzahlen auf dem Markt etabliert haben, gehen wir in diesem Jahr neue Wege und ergänzen das Angebot für eine weitere Zielgruppe. Der Deutsche OP-Tag wird in das Veranstaltungsportfolio integriert und soll vordringlich die OP-Pflegenden und Operationstechnischen Assistenten ansprechen. Aus unserer Sicht eine sinnvolle und zukunftsweisende Ergänzung, da gerade die Anästhesiepflegenden und die OP-Pflegenden/OTAs auch in der Praxis eng kooperieren. Wir rechnen mit rund 1.000 Teilnehmern.

Profitieren die Besucher auch von einem erweiterten Programm?

Auf jeden Fall. Das Programmangebot hat sich im Vergleich zu den Vorjahren deutlich erhöht. Von einer bisherigen zweitägigen Veranstaltung wechseln wir auf einen dreitägigen Kongress. Von Donnerstag bis Samstag werden mehr als 50 Referentinnen und Referenten mit ihrer Expertise zur Verfügung stehen. Alle Teilnehmer können aus dem Programm beider Kongresse auswählen – und das ohne Aufpreis. Mit dem dreitägigen Kongress möchten wir zudem den Besuchern außerhalb Nordrhein-Westfalens entgegenkommen, damit sich die Anreise mit Übernachtung noch mehr „lohnt“. 

Wer sind die Zielgruppen?

Wir sprechen vorrangig die Fachpflegenden aller Intensivstationen, der Anästhesie und des OP-Bereiches an. Wir starten am Donnerstag mit einer gemeinsamen Auftaktveranstaltung. Am Freitag geht es dann ins „Fachspezifische“. Hier gibt es für die Intensivpflege, die Anästhesie, die OP-Pflege sowie die pädiatrische Intensivpflege in vier unterschiedlichen Sitzungssälen eigene Themenblöcke. Am Samstag können die Teilnehmer in Workshops dann ganz praktisch üben. Diese Praxis-Workshops erfreuen sich immer großer Beliebtheit. Erstmalig nutzen wir hierzu das neu gebaute Trainingszentrum am Universitätsklinikum Münster.

Lohnt der Besuch auch für Weiterbildungsteilnehmer?

Ja, in den letzten Jahren sind oft ganze Kurse gemeinsam angereist. Wir haben auch spezielle Vergünstigungen für Weiterbildungskurse und Studenten. Diese können individuell erfragt werden.

Was sind Highlights, die die Besucher in diesem Jahr erwarten?

Das ist schwer zu sagen, da jeder Teilnehmer wohl sein individuelles „Highlight“ für sich entdeckt. Die Auftaktveranstaltung zum Thema „Patientensicherheit“ wird sicherlich für alle von Bedeutung sein. Ich bin sehr froh, dass wir mit Prof. Dr. Hugo Van Aken einen renommierten Referenten für den Festvortrag gewinnen konnten. Er wird einen internationalen Vergleich zu dieser wichtigen Thematik anstellen, bevor wir uns der Umsetzung in den einzelnen Fachbereichen widmen. Am Freitag wird dann zum Auftakt Prof. Dr. Michael Isfort vom Deutschen Institut für angewandte Pflegeforschung und Träger des Deutschen Pflegepreises 2017 aktuelle Daten zur Arbeitssituation in der Intensivpflege vorstellen. 

Erstmalig gibt es auch ein paralleles Angebot zum Thema Fort- und Weiterbildung. Wie sieht das aus?

Dieses Angebot kommt vom Bibliomed-Verlag, der die Organisation des Kongresses wie schon in den Vorjahren für uns übernimmt. Hier werden in Workshop-ähnlicher Form Fort- und Weiterbildungsthemen rund um die Fachbereiche Intensiv, Anästhesie und OP angeboten. Dazu werden zukunftsweisende Ideen und Projekte von ausgewählten Experten vermittelt. Für 2018 ist dann eine eigene Karriereplattform geplant.

Warum empfehlen Sie allen OP-, Anästhesie- und Intensivpflegenden den Besuch des Kongresses?

Der Deutsche Fachpflegekongress in Kombination mit dem Deutschen OP-Tag ist in seiner Ausrichtung einzigartig für die Fachpflege in Deutschland und hat sich schon jetzt etabliert. Mit der Vielfalt des Angebotes haben die Besucher die Möglichkeit, über „ihren Tellerrand“ zu schauen und sich mit Kolleginnen und Kollegen auf Augenhöhe auszutauschen. Die durchweg sehr positiven Teilnehmer-Bewertungen der letzten Jahre zeigen uns, dass wir auf dem richtigen Weg sind. Die Besucher haben in diesem Jahr auch die Chance, die zu Metropole „Westfalens“ von seiner besten Seite kennenzulernen. In diesem Jahr lockt Münster erneut mit den „Skulptur Projekten 2017“, einem hochkarätigen kulturellen Event, das nur alle zehn Jahre stattfindet.

Lothar Ullrich, Veranstalter und erster Vorsitzender der Deutschen Gesellschaft für Fachkrankenpflege und Funktionsdienste (DGF)

Autor

 Brigitte Teigeler

Brigitte Teigeler

Redakteurin Die Schwester Der Pfleger

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