Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat Christine Vogler, Präsidentin des Deutschen Pflegerats, und Dr. h.c. Andreas Westerfellhaus, Staatssekretär a. D. und ehemaliger Pflegebevollmächtigter der Bundesregierung, auf Lebenszeit in das Kuratorium Deutsche Altershilfe Wilhelmine-Lübke-Stiftung (KDA) berufen.
Expertise in Praxis und Pflegepolitik
Wie das KDA in der Vorwoche mitteilte, bringen Vogler und Westerfellhaus neben ihrer Expertise eine "langjährige Erfahrung aus Pflegepraxis, Bildung, Management und Pflegepolitik in die fachliche Beratung des KDA ein". Diese Expertise werde "wichtige Impulse für eine zukunftsorientierte Altenhilfe und Pflege setzen", sagte Alexia Zurkuhlen, Vorständin des KDA.
Christine Vogler ist Krankenschwester, Diplom-Pflegepädagogin und seit 2021 Präsidentin des Deutschen Pflegerats. Ihre berufliche Laufbahn ist laut KDA geprägt von einer engen Verbindung zwischen Pflegepraxis, beruflicher Bildung und strategischer Weiterentwicklung des Berufs. Seit 2020 ist sie Geschäftsführerin des Berliner Bildungscampus für Gesundheitsberufe, einem großen Ausbildungsverbund von Charité und Vivantes. Voglers besonderes Engagement gilt der Stärkung der generalistischen Pflegeausbildung, der Professionalisierung der Pflege, der Verbesserung der Arbeitsbedingungen sowie der gesellschaftlichen Sichtbarkeit und Wertschätzung des Pflegeberufs.
Andreas Westerfellhaus verbinde als Krankenpfleger mit Fachweiterbildung in Intensivpflege und Anästhesie langjährige praktische Erfahrung mit unternehmerischem und politischem Wirken. Er baute mehrere Einrichtungen im Gesundheits- und Bildungsbereich auf, darunter die Zentrale Akademie für Berufe im Gesundheitswesen in Gütersloh. Von 2009 bis 2017 war Westerfellhaus Präsident des Deutschen Pflegerats und setzte sich in dieser Zeit intensiv für die Professionalisierung der Pflege und bessere Rahmenbedingungen ein. Von 2018 bis 2022 wirkte er als Pflegebevollmächtigter der Bundesregierung.
Auftrag und Struktur des KDA
Das Kuratorium des KDA, dessen Schirmherr der Bundespräsident ist, umfasst knapp 60 Kuratorinnen und Kuratoren aus Wissenschaft, Politik, Praxis und Zivilgesellschaft. Es begleitet die Arbeit der Stiftung fachlich und strategisch und unterstützt deren Ziel, die Lebensqualität älterer Menschen nachhaltig zu verbessern.
Wilhelmine Lübke und ihr Ehemann, der damaligen Bundespräsident Heinrich Lübke, gründeten das KDA 1962 mit dem Ziel, ein gutes Leben im Alter(n) zu gestalten –unabhängig, überparteilich, nur der Sache verpflichtet. Das KDA verknüpft wissenschaftliche Forschung mit praktischer Umsetzung.