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Tarifkonflikt in Großbritannien

Streiks könnten bis Jahresende weitergehen

Erstmals haben im Tarifstreit des britischen Gesundheitsdiensts auch Beschäftigte der Intensivpflege, Chemotherapie und Dialyse mitgestreikt.

Das britische Gesundheitssystem kommt nicht zur Ruhe. Erneut haben zahlreiche Klinikmitarbeitende des britischen Gesundheitsdiensts NHS gestreikt, wie Mitte April angekündigt. Erstmals mitgestreikt haben diesmal auch Pflegende der Intensivpflege, Chemotherapie und Dialyse.

Allerdings dauerte der Streik nicht wie ursprünglich geplant 48 Stunden, sondern "nur" 24 Stunden. In einer Anhörung vor dem High Court entschieden die Richter zugunsten der Regierung, die beantragt hatte, die erneuten Streiks für rechtswidrig zu erklären.

Abstimmung für weitere Streiks Mitte Mai geplant

Für diesen Dienstag sind erneute Verhandlungsrunden angesetzt.

Obwohl die Gewerkschaftsführung des Royal College of Nursing (RCN) ihren Mitgliedern empfohlen hatte, das Angebot der Regierungsseite anzunehmen, votierten diese mit 54 Prozent dagegen.

RCN-Chefin Pat Cullen warnte, die Streiks könnten nun bis Weihnachten dauern. Eine gesetzliche Arbeitskampfwahl für mehr Streiks soll ab Mitte Mai erfolgen. Der RCN teilte mit:

"Wenn berechtigte Mitglieder dafür stimmen und damit die gesetzliche Streikschwelle überschreiten, haben wir das Mandat, weitere sechs Monate lang zu streiken."

Auch die Gewerkschaft Unite lehnte das Angebot ab, die Gewerkschaften GMB und Unison akzeptierten hingegen die Offerte. Laut RCN werde die Regierung seine Umsetzung wahrscheinlich trotz der Streiks umsetzen, wenn das Angebot von der Mehrheit der NHS-Belegschaft angenommen werden sollte.

Der Tarifstreit tobt bereits seit Monaten, wiederholt kam es zu Streiks. Der NHS ist massiv unterfinanziert, Millionen Menschen warten auf Operationen, Wartezeiten bei Rettungswagen und Notaufnahmen betragen teils mehrere Stunden.

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