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Pflegekammer Nordrhein-Westfalen

Register für 200.000 Pflegefachpersonen geplant

Der Errichtungsausschuss der Pflegekammer NRW setzt auf ein Register, in das alle Pflegefachpersonen des Landes eingetragen sind. Ziel: mehr Qualität, Transparenz und Mitspracherecht in der Pflege.

Der Startschuss für die Registrierung aller Pflegefachpersonen aus Nordrhein-Westfalen (NRW) ist gefallen: Der Errichtungsausschuss der Pflegekammer hat alle Mitglieder zur Registrierung aufgerufen und bereits 110.000 Pflegefachpersonen angeschrieben.

Mit geschätzt mehr als 200.000 Pflegefachpersonen wird nach Angaben des Errichtungsausschusses nicht nur die größte Pflegekammer in Deutschland entstehen, sondern auch das größte Register dieser Berufsgruppe. Das sei ein Meilenstein auf dem Weg zu mehr Qualität, Transparenz und Mitsprecherecht in der Pflege, teilte der Ausschuss am Donnerstag mit.

--> Interview mit NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann zur Pflegekammer im Land

Bisher gebe es weder in NRW noch in Gesamtdeutschland ein Register, in das alle Pflegefachpersonen eingetragen seien. Vorliegende Zahlen hätten bislang auf Schätzungen der Länder beruht und seien nicht valide erhoben worden.

Aufbau der größten Pflegekammer in Deutschland

Die nun systematische Erfassung in NRW gewährleiste, dass regionale Bedarfe frühzeitig erkannt und so die Qualität in der Pflege verbessert werden könnten.

Nicht verpassen: Titelthema der Oktober-Ausgabe

Die Oktober-Ausgabe von Die Schwester | Der Pfleger wird sich mit dem Titelthema "Pflegekammer" befassen. Neben einem Interview mit Postel wird es einen Kommentar von Wirtschaftsrechtler Heinrich Hanika zur Situation von Pflegekammern in Deutschland geben. Außerdem werden die aktuellen Entwicklungen zum Thema in den einzelnen Bundesländern in einer Übersicht dargestellt.

Mit ihrer Registrierung sind die Pflegefachpersonen berechtigt, im März 2022 die Kammerversammlung zu wählen – dafür kann sich jede interessierte Person auch selbst zur Wahl stellen. Außerdem haben sie die Möglichkeit, aktiv die Interessen ihres Berufsstands mitzugestalten.

Seit 11 Monaten arbeitet der Errichtungsausschuss aus 38 ehrenamtlich tätigen Pflegefachpersonen am Aufbau der Pflegekammer NRW. Ihr Ziel: Stärkung der Pflege, raus aus der Fremdbestimmung, hin zu mehr Pflegequalität und politischer Ansprechbarkeit.

Die Vorsitzende des Errichtungsausschusses der Pflegekammer NRW, Sandra Postel, sagte:

"Obwohl wir auf vielen Kanälen bereits präsent sind, ist es möglich, dass Pflegefachpersonen mit dem Aufruf zur Registrierung zum ersten Mal von uns hören. Sie sollen wissen, dass Institutionen und Entscheidungsgremien in Sachen Pflege nicht an der Pflegekammer NRW vorbeikommen werden. Wir geben Pflegenden eine starke Stimme – egal, ob es um Arbeitsbedingungen, angemessene Vergütung, die Qualität pflegerischer Versorgung oder Transparenz bei Refinanzierungsstrukturen geht."

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