Der Pflegetag Rheinland-Pfalz 2026 wird nicht stattfinden. Wie die Landespflegekammer Rheinland-Pfalz mitteilte, wurde die für den 2. Dezember in der Mainzer Rheingoldhalle geplante Veranstaltung abgesagt. Auch die für den Vorabend vorgesehene Verleihung des Pflegepreises entfällt.
Als Grund nennt Kammer "veränderte organisatorische Rahmenbedingungen"
Als Grund nennt die Kammer veränderte organisatorische Rahmenbedingungen. Mehrere Referentinnen und Referenten sowie Moderatorinnen und Moderatoren stünden für den Pflegetag nicht mehr zur Verfügung. Dadurch lasse sich das ursprünglich geplante Veranstaltungskonzept nicht in der vorgesehenen Form umsetzen. Nach sorgfältiger Abwägung habe sich die Kammer deshalb "schweren Herzens" zu einer Absage entschlossen.
In ihrer Mitteilung verweist die Landespflegekammer zudem auf die aktuelle Umbruchphase innerhalb der Organisation. Nach der jüngsten Wahl zur Vertreterversammlung hätten sich die Mehrheitsverhältnisse deutlich verändert. Zugleich betont die Kammer, die Absage sei ausdrücklich nicht als Bewertung des Wahlergebnisses zu verstehen. Die demokratische Entscheidung der Mitglieder werde respektiert.
Renommierte Fachveranstaltung
Der Pflegetag gilt als eines der wichtigsten Pflegefachereignisse in Rheinland-Pfalz. Der scheidende Kammerpräsident Markus Mai hatte die Etablierung des jährlichen Kongresses im Interview mit Die Schwester | Der Pfleger kürzlich als einen der bedeutenden Meilensteine in zehn Jahren Pflegekammerarbeit bezeichnet. Der Pflegetag habe sich zu einer Austauschplattform mit Strahlkraft weit über die Landesgrenzen hinaus entwickelt.
Die Absage fällt in eine ohnehin angespannte Phase für die Landespflegekammer. Seit Monaten steht die Körperschaft unter Druck. Hintergrund sind unter anderem anhaltende Auseinandersetzungen um Mitgliedsbeiträge sowie Kritik an der Interessenvertretung der Pflegefachpersonen. Bei der Wahl zur Vertreterversammlung Ende September hatten zudem mehrere kammerkritische Listen die Mehrheit der Sitze gewonnen.
Die Landespflegekammer entschuldigte sich bei Teilnehmenden, Referierenden, Ausstellenden und Partnern für die entstandenen Unannehmlichkeiten und bedankte sich für deren Engagement und Unterstützung.