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Pflegeforschung

Pflege-Thermometer untersucht häusliche Intensivversorgung

Das DIP befasst sich in seiner aktuelle Studie mit der bislang größten Befragung in der häuslichen Intensivversorgung.

Die renommierte Pflegeforschungsreihe "Pflege-Thermometer" des Deutschen Instituts für angewandte Pflegeforschung (DIP) befasst sich in seiner aktuell 10. Studie mit der bislang größten Befragung in der häuslichen Intensivversorgung in Deutschland.

Ziel der Studie ist nach DIP-Angaben, unterschiedliche Perspektiven der betroffenen Menschen zu erfassen, ihrer Angehörigen, der versorgenden Dienste sowie der Pflegefachpersonen.

Auch Chancen der Digitalisierung werden untersucht

Im Zentrum stehen dabei die sozialen und versorgungsbezogenen Aspekte der Betreuung, Teilhabe und Lebenswirklichkeit in den Haushalten. Auch die Chancen der Digitalisierung für diese besondere Gruppe sollen untersucht werden.

Mit Einbindung der Perspektiven der Leistungsanbieter sowie Pflegenden sollen zudem Hinweise zu Schulungsbedarfen, Möglichkeiten der Mitarbeiterbindung und der Qualitätsentwicklung identifiziert und beschrieben werden.

Am Montag startete die erste bis Ende August laufende Online-Befragung, die sich gezielt an die in diesem Sektor versorgten Menschen und deren Familien richtet.

Ergebnisse im Frühjahr 2022 erwartet

Weitere Befragungen der Dienstleitungen und ihrer Mitarbeitenden sollen im Sommer folgen.

Die Studie wird überwiegend mit Fördermitteln der Deutschen Gesellschaft für Fachkrankenpflege und Funktionsdienste (DGF) realisiert. Zu den weiteren Förderern gehört u. a. die Deutsche Fachpflege Gruppe.

Zahlreiche Patientenorganisationen, Betroffenenverbände und Selbsthilfegruppen unterstützen die bundesweite Studie. Denn, wie DGF-Vorsitzender Lothar Ullrich erläuterte:

"Gerade im Feld der häuslichen Intensivversorgung bestehen Risiken der Fehlsteuerung und der Fehlversorgung, wenn konkrete Unterstützungsbedarfe unklar bleiben und die pflegerische Expertise sowie die Chancen digitaler Innovationen nicht genutzt werden."

DIP-Studienleiter Michael Isfort ergänzte:

"Wir wollen im ersten Schritt unter anderem die unterschiedlichen Formen der Beteiligung und der Mitentscheidung an der Therapie in den Familien sichtbar machen. Oftmals sind soziale Aspekte der Teilhabe gleichrangig zu denen der medizinisch-pflegerischen Versorgung zu sehen. Dem muss bei der Versorgung und Betreuung auch Rechnung getragen werden können."

Die Veröffentlichung der Studienergebnisse ist für das Frühjahr 2022 vorgesehen.

Hintergrund der Pflegeforschungsarbeit ist, dass mit dem Intensivpflege- und Rehabilitationsstärkungsgesetz 2020 neue Regelungen der Versorgung in der häuslichen Intensivversorgung in Kraft getreten sind, die es nun auszugestalten gelte, teilte das DIP mit.

Zugleich bestünden in diesem Versorgungssektor keine systematischen Datenerfassungen und kein öffentliches Berichtssystem, sodass keine Folgenabschätzung vorliege.

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