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Fachpersonalmangel in der Kinderintensivpflege

Mehrheit der Betten bleibt ungenutzt, weil Pflegepersonal fehlt

Die generalistische Pflegeausbildung in ihrer jetzigen Form ist aus Sicht der NRW-SPD nicht geeignet, die schwierige Lage in der Gesundheits- und Kinderkrankenpflege zu verbessern.

In Nordrhein-Westfalen (NRW) waren Anfang September lediglich 70 der insgesamt 301 aufgestellten Betten auf Kinderintensivstationen verfügbar – Grund: Pflegefachpersonal fehlt. Das geht aus einer Antwort der Landesregierung auf eine Kleine Anfrage der SPD-Fraktion hervor, über die die Tageszeitung "Neue Westfälische" in ihrer Samstagsausgabe vorab exklusiv berichtet hat.

Bereits ein Jahr zuvor zeigte sich die Situation ähnlich prekär: Im September 2021 standen von 307 Kinderintensivbetten 77 zur Verfügung.

Weniger als ein Drittel der Betten verfügbar

Der gesundheitspolitische Sprecher der SPD-Fraktion, Thorsten Klute, kritisierte gegenüber der Tageszeitung, dass die Gesundheits- und Kinderkrankenpflege in der gemeinsamen Ausbildung von Pflegenden in Krankenhäusern und Senioreneinrichtungen kaum eine Rolle spiele. Medizinische und pflegerische Handlungen an Kindern erforderten allerdings einen viel höheren Betreuungsaufwand als an Erwachsenen.

"Das macht den Druck auf das Personal in der Kinderkrankenpflege noch größer, als er ohnehin schon ist."

SPD: Kindermedizin aus DRG lösen

Nach Aussage von NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) wirke "die grundsätzliche Knappheit pflegerischen Personals" auf das Ausbildungsverhalten der vergangenen Jahre. Daher habe sein Ministerium zahlreiche Maßnahmen zur Steigerung der Ausbildung in den pflegerischen Berufen auf den Weg gebracht.

Klute äußerte sich kritisch, dass die generalistische Pflegeausbildung in ihrer jetzigen Form geeignet ist, die schwierige Lage in der Gesundheits- und Kinderkrankenpflege zu verbessern. Kinder seien in Sachen der Finanzierung nicht mit Erwachsenen gleichzustellen. Der Politiker plädierte deshalb dafür, die Kindermedizin aus dem Abrechnungsverfahren DRG zu lösen. Genau das kündigte Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) am Montag an. 

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