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Nachwuchsgewinnung

Kinderbuch soll Pflegeberuf erklären

Universitätskliniken starten ein Kinderbuch-Projekt, um Pflege früh sichtbar zu machen. Ziel ist es, Nachwuchs für den Beruf zu gewinnen.

Zum Internationalen Tag der Pflegenden am Dienstag dieser Woche ist ein bundesweites Projekt gestartet, das Kindern ein realistisches Bild des Pflegeberufs vermitteln soll. Unter dem Titel "PiKA – Pflege in Kinderaugen" haben mehrere Universitätskliniken gemeinsam ein Kinderbuch entwickelt, das erstmals gezielt eine junge Zielgruppe anspricht. Beteiligt sind neben der Universitätsmedizin Frankfurt die Charité – Universitätsmedizin Berlin, das Universitätsklinikum Bonn und das Klinikum Oldenburg. Ziel ist es, früh Interesse an Gesundheitsberufen zu wecken und langfristig zur Fachkräftesicherung beizutragen.

Kinder sehen Pflege positiv, aber unscharf

Ausgangspunkt des Projekts war ein bundesweiter Malwettbewerb in Kinderkliniken. Die pflegewissenschaftliche Auswertung der Zeichnungen zeigte: Kinder verbinden mit Pflege zwar überwiegend positive Erfahrungen, verfügen jedoch häufig über kein klares Bild des Berufs.

Diese Erkenntnisse flossen in die Entwicklung des Kinderbuchs "Pixi Wissen: Sofia und Janni entdecken den Pflegeberuf" ein. Das Buch soll Aufgaben, Kompetenzen und Einsatzbereiche professioneller Pflege kindgerecht darstellen.

"Kinder erleben Pflege oft sehr intensiv – im Krankenhaus, aber auch im Alltag. Mit dem Buch greifen wir diese Erfahrungen auf und zeigen, wie wichtig und vielseitig Pflege ist. So können Kinder ein positives und zugleich realistisches Bild entwickeln", sagte Andreas Kocks, Sprecher des Netzwerks Pflegewissenschaft und Praxisentwicklung im Verband der Pflegedirektorinnen und Pflegedirektoren der Universitätskliniken Deutschlands (VPU).

20.000 Bücher werden verteilt

Zum Start des Projekts werden nach Angaben der Initiatoren 20.000 Exemplare kostenfrei an Kitas, Grundschulen und Einrichtungen des Gesundheitssystems verteilt. Das Buch entstand in Zusammenarbeit mit dem Carlsen-Verlag und wurde durch Spenden sowie institutionelle Unterstützung finanziert.

Frühe Ansprache als Strategie gegen Fachkräftemangel

Die beteiligten Einrichtungen sehen in der frühen Berufsorientierung einen Ansatz zur Fachkräftesicherung. "Wir wollen zeigen, was Pflege wirklich ausmacht – fachlich, menschlich und gesellschaftlich. Kinder sind eine wichtige Zielgruppe, weil hier Vorstellungen und Bilder entstehen, die langfristig wirken", so der Leiter der Stabsstelle Pflegewissenschaft und Praxisentwicklung an der Universitätsmedizin Frankfurt, Tobias Mai.

Das Projekt ist Teil eines Netzwerks zur Pflegewissenschaft und Praxisentwicklung innerhalb des VPU. Es knüpft an das Motto des Deutschen Pflegetags 2026 "#Pflege.Wirkt" an.

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