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Zeitarbeit in der Pflege

HKG und bpa wollen mit Poollösungen Zeitarbeit zurückdrängen

Hamburgische Krankenhausgesellschaft und Bundesverband privater Anbieter sozialer Dienste wollen die Zeitarbeit in der Pflege eindämmen.

Zeitarbeit in Pflegeeinrichtungen und Kliniken macht den Pflegeberuf unattraktiv und sorgt jedes Jahr für Mehrkosten von rd. 15 Mio. Euro. Diese Ansicht vertreten die Hamburgische Krankenhausgesellschaft (HKG) und der Bundesverband privater Anbieter sozialer Dienste (bpa). In einer gemeinsamen Mitteilung haben sie am Dienstag die Finanzierung von Poollösungen gefordert, um die Zeitarbeit in der Pflege zurückzudrängen.

Pflegepersonalpools in Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen finanzieren

Bundesgesetzgeber, Hamburger Senat, Kranken- und Pflegekassen haben sie zu entsprechenden konkreten Schritten aufgefordert.

So seien Mehrkosten für hauseigene Pflegepersonalpools in Kliniken und Einrichtungen der Langzeitpflege zu finanzieren. Solche Pools wirkten dem Pflegefachpersonalmangel entgegen, verbesserten die Arbeitsbedingungen und trügen dem Wunsch der Mitarbeitenden nach mehr Flexibilität Rechnung.

In der Langzeitpflege seien Kassen und Sozialhilfeträger aufgefordert, "umgehend Rahmenvertragsverhandlungen zur Einführung von Poollösungen und anderen Konzepten zur Eindämmung der Zeitarbeit zu beginnen".

"Zeitarbeit drängt Stammbelegschaft in unattraktive Rand-Arbeitszeiten"

Für Krankenhäuser müsse Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) die Pflegefinanzierung anpassen, damit die Refinanzierung der Mehrkosten gesichert sei.

bpa-Landesvorsitzender Frank Wagner erläuterte:

"Zeitarbeit drängt die Stammbelegschaft oftmals in die unattraktiven Rand-Arbeitszeiten, schwächt die Bezugspflege und lässt immense Beträge aus dem System der Kranken- und Pflegeversicherung abfließen, ohne dass tatsächlich zusätzliches Personal gewonnen wird."

Im Gegenteil: Zeitarbeitsunternehmen würden aktiv Pflegepersonal aus Pflegeeinrichtungen und Kliniken abwerben, um sie dann wieder "zurückzuvermieten".

Viele Einrichtungen seien allerdings auf Zeitarbeitspersonal angewiesen, um Belastungsspitzen abzufangen – nicht zuletzt, weil sinnvollere Alternativen bislang fehlten.

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