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Empfehlungen zum Umgang mit SARS-CoV-2

DPR-Expertenrat plädiert für Ausbau der Pflegewissenschaft

Die Pflege widerstandsfähiger gegen Pandemien machen – das soll gelingen mit den neuen Empfehlungen, in deren Fokus v. a. die Pflegeforschung steht.

Forschungsarbeiten zu 5 konkreten Themen sind nötig, um die "enormen Wissenslücken und die fehlende Evidenz" für Entscheidungen in der pflegerischen Versorgung im Umgang mit SARS-CoV-2 zu schließen. Davon ist der Expertenrat "Pflegewissenschaft / Hebammenwissenschaft und Pandemie" des Deutschen Pflegerats (DPR) überzeugt. In seiner zweiten Stellungnahme plädiert er deshalb, Pflegeforschung und Hebammenforschung zu fördern. Das schaffe evidenzbasierte Entscheidungsgrundlagen.

Evidenzbasierte Daten aus der Pflegewissenschaft fehlen bislang

Die Forschungsarbeiten im Rahmen von COVID-19 zur pflegerischen Versorgungssicherheit seien "maßgeblich" unter pflege- und hebammenwissenschaftlicher Verantwortung zu planen und umzusetzen.

Konkret sind dabei für den Expertenrat 5 Themen wichtig:

  1. Versorgungssicherheit und Etablierung einer pflegeepidemiologischen Überwachung unter COVID-19 (Surveillance)
  2. Infektionsschutz und Schulungen
  3. Gestaltung von Versorgungsprozessen und Interventionen
  4. Erleben von und Gestaltung der Arbeitssituation
  5. Entwicklung und Etablierung neuer Versorgungsmodelle.

Mit Pflege-Know-how Werkzeugkasten aufbauen

Einer der entscheidendsten Hebel, um die Corona-Pandemie in der Pflege zu bewältigen und auf künftige Pandemien besser vorbereitet zu sein, sei, Pflege- und Hebammenwissenschaft einzubeziehen, verdeutlichte DPR-Präsidentin Christine Vogler am Donnerstag.

Die Bundesregierung solle das Know-how der Pflege aufgreifen und mithilfe ihrer Analysen einen "Werkzeugkasten" aufbauen, der die Pflege und die gesamte Gesundheitsbranche widerstandsfähiger gegen Pandemien mache.

Finanzielle Unterstützung nötig

Deutschlands Pandemiebekämpfung fehlten "grundlegende Entscheidungsdaten", ergänzte der Sprecher des DPR-Expertenrats, Thomas Fischer. Dies insbesondere im Bereich der vulnerablen Gruppen.

Nicht ausreichend bewertet sei z. B. die Wirksamkeit, Effektivität und gleichzeitig Unbedenklichkeit unterschiedlicher Schutzmaßnahmen. Hierzu gehörten u. a. die Teststrategie, Besuchsrestriktionen, Beschränkungen von Aufnahmen, Schutzkleidung und Masken sowie Hygienemaßnahmen in den unterschiedlichen Settings und Pflegebedürftigengruppen.

Darüber hinaus fehlten Untersuchungen zu passgenauen Schutz- und Präventionsmaßnahmen sowie sich daraus ergebende Empfehlungen zur Pandemiebekämpfung.

"Die Pflege- und Hebammenwissenschaft kann die enormen Wissenslücken und die fehlende Evidenz für Entscheidungen in der pflegerischen Versorgung schließen. Sie muss jedoch hierfür finanziell gefördert werden."

In einer ersten Stellungnahme im Juni hatte der Expertenrat Handlungsempfehlungen zur Vorbereitung auf eine weitere SARS-CoV-2-Welle im Herbst 2022 gegeben.

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