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Politische Mitsprache

DPR will mit neuem Expertenrat Pflegewissenschaft stärken

Der Expertenrat "Pflegewissenschaft / Hebammenwissenschaft und Pandemie" soll der mangelnden Einbindung der Pflege auf Bundesebene entgegenwirken.

Der Deutsche Pflegerat (DPR) hat am Donnerstag den Expertenrat "Pflegewissenschaft / Hebammenwissenschaft und Pandemie" ins Leben gerufen. Der aus 14 Personen bestehende Expertenrat setzt sich zusammen aus einem Wissenschaftsteam deutscher Hochschulen. Damit reagiere der Verband auf die mangelnde Einbindung der Pflege auf Bundesebene, teilte der DPR am Freitag mit. Denn während der Corona-Pandemie sei pflegewissenschaftliche Expertise in den Beiräten und Expertenräten kaum einbezogen worden, kritisierte DPR-Präsidentin Christine Vogler.

"Die politische Bühne in Berlin hat sich bei der Beteiligung der Profession Pflege in der Pandemiebekämpfung kaum bewegt. Trotz eines massiven Drängens des Deutschen Pflegerats und seiner Mitgliedsverbände sowie von Wissenschaftsverbänden."

Deutschland könne und brauche Pflegewissenschaft. Mit dem jetzt gegründeten Expertenrat ergreife der DPR die Initiative und setze ein klares Statement, so Vogler weiter.

"Die Pflege in Deutschland muss greifbar werden. Sie muss sich in ihrer Profession und Wissenschaft deutlich Gehör verschaffen – denn Deutschland kann es sich nicht mehr leisten, dass die pflegerische Expertise ignoriert wird und andere Wissenschaftsdisziplinen für die Pflege sprechen."

Bis Mai will der Expertenrat eine erste Stellungnahme zum Umgang mit der Corona-Pandemie und der fortbestehenden pandemischen Situationen veröffentlichen. Künftig sollen regelmäßig Stellungnahmen, Handlungs- und Policy-Empfehlungen sowie Hintergrundinformationen erscheinen.

Forschungslücken in der Pflege "baldmöglichst" schließen

Ziel sei, "eine bessere gesundheitliche Versorgung zu sichern, Qualität einzufordern und eine Allianz in der Bevölkerung für die pflegerische Versorgung zu bilden".

Genutzt, gebündelt und sichtbar gemacht werden solle Wissen, das bereits im Rahmen der Pandemie in der Pflege geschaffen worden sei. Darüber hinaus sei es wichtig, Forschungsschwerpunkte der Pflege zu identifizieren und Schritte einzufordern, die es ermöglichten, die bestehenden Forschungslücken "baldmöglichst" zu schließen.

Mitglieder des Expertenrats sind:

  • Thomas Fischer (Dresden) als Sprecher
  • Nicola Bauer (Bochum)
  • Katrin Balzer (Lübeck)
  • Christa Büker (Bielefeld)
  • Martin Dichter (Köln)
  • Astrid Elsbernd (Esslingen)
  • Margareta Halek (Witten)
  • Annegret Horbach (Frankfurt)
  • Annett Horn (Münster)
  • Andreas Kocks MScN (Bonn)
  • Kirsten Kopke (Hannover)
  • Günter Meyer (Wolfsburg)
  • Peter Nydahl (Kiel)
  • Anna-Henrikje Seidlein (Greifswald).

Der Vorstandsvorsitzender des Verbands der Pflegedirektorinnen und Pflegedirektoren der Universitätskliniken und medizinischen Hochschulen Deutschlands, Torsten Rantzsch, nannte die DPR-Initiative "richtungsweisend und elementar wichtig". Gleichzeitig äußerte er sich am Freitag enttäuscht von der Politik, "dass sämtliche Angebote zur Einbeziehung der Fachexperten bislang nicht genutzt worden sind".

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