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Digitalisierung in der Pflegeausbildung

Digital-gestützte Lehre noch am Anfang

Bestehende digitale Systeme sind nicht speziell für die Pflegeausbildung vorgesehen, wie eine BIBB-Untersuchung zeigt.

Eine Untersuchung des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB) hat ergeben, dass die Mehrheit der Lehrenden an Pflegeschulen digitale Medien nach der Pandemie dauerhaft als Arbeitsform einsetzen will. Aktuell im Einsatz seien z. B. Videos, Online-Tutorials, Lern-Apps oder Programme für kreatives Arbeiten, so das BIBB.

Professionelle Betreuung fehlt

Allerdings habe sich gezeigt, dass bestehende digitale Systeme nicht speziell für die Pflegeausbildung vorgesehen sind. In den Pflegeschulen fehle v. a. noch eine professionelle Betreuung der digitalen Infrastruktur.

Deutlich geworden sei auch eine Diskrepanz zwischen der verbreiteten Nutzung von Hardware für kreatives Arbeiten (Smartboards) und der geringen Nutzung von Software dafür.

Lehrende benötigen demnach nicht nur digitale Kompetenzen, um das Angebot nutzen zu können, es bedürfe zudem eines breit angelegten Diskurses über die Herausforderungen und Potenziale einer digital-gestützten Lehre, schlussfolgerte das BIBB.

Forschungsprogramm widmet sich Digitalisierung an Pflegeschulen 

Die BIBB-Erhebung erfolgte online im Frühjahr 2021. Insgesamt 430 Lehrende aus 179 Schulen nahmen teil.

Erhoben wurden u. a. soziodemografische Daten und Angaben zur technischen Ausstattung der Schulen bzw. im Homeoffice sowie zu deren Einsatz bei der Unterrichtsgestaltung. Darüber hinaus wurden die Teilnehmenden nach ihrer Einschätzung zur Qualität der verfügbaren Lehrmethoden und -medien befragt.

Um die Pflegebildung auf dem Weg der Digitalisierung zu unterstützen, hat das BIBB ein Forschungsprogramm aufgesetzt. Darüber sollen künftig Projekte an der Schnittstelle Bildung, Versorgung und Digitalisierung ausgeschrieben werden.

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