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DBfK-Symposium

Die Profession Pflege benötigt einen Neustart

Laut DBfK ist die Investition in einen Neustart der Profession Pflege für deren Zukunft unumgänglich.

Deutschland braucht einen Neustart für die Pflegeberufe. Das war der Tenor des vom Deutschen Berufsverband für Pflegeberufe (DBfK) veranstalteten digitalen Symposiums "Zukunft für Deutschland: Pflege im Gesundheitssystem 2030" am Dienstag.

DBfK-Präsidentin Christel Bienstein sagte, es gelte, die "Zäsur der neuen Regierung [zu] nutzen, um die berufliche Pflege zu verorten und um die richtigen Weichen für ihre Zukunft zu stellen".

Die berufliche Pflege in Deutschland stehe am Abgrund, mahnte DBfK-Bundesgeschäftsführerin Bernadette Klapper:

"Wenn sie abstürzt, ist es nicht die Pflege, die verlieren wird. Denn die Pflegenden werden einfach den Beruf verlassen und ihr Geld woanders verdienen. Verlieren wird unsere Gesellschaft als Ganze."

Probleme und Lösungen

Klapper nannte drei Gründe für die dramatische Situation:

  • die Deprofessionalisierung des Pflegeberufs,
  • die Ausdünnung des Pflegepersonals und
  • die andauernde Fremdbestimmung der professionellen Pflege.


Ein Neustart für die und mit der Profession Pflege benötige

  • gute Arbeitsbedingungen,
  • ein schlüssiges Bildungskonzept,
  • neue pflegerische Rollen und
  • mehr Selbstbestimmung.


In diesen Neustart zu investieren, sei unumgänglich für die Zukunft der Profession Pflege und damit für die Zukunft Deutschlands. Klapper weiter:

"Denn gute Pflege ist unabdingbar für Solidarität und Zusammenhalt und die Wahrung der Würde des Einzelnen inmitten unser freiheitlich-demokratischen Gesellschaft."

Perspektiven der Profession Pflege

Rund 800 Gäste, darunter Verantwortliche aus Politik, Selbstverwaltung und Verbänden, nahmen am Symposium teil und diskutierten die Perspektiven der Profession Pflege. Die Präsidentin des Deutschen Pflegerats, Christine Vogler, und Bundesärztekammerpräsident Klaus Reinhardt sprachen sich u. a. für bessere Bildungschancen in der Pflege aus.

Die Pflegebevollmächtigte der Bundesregierung, Claudia Moll (SPD), rief die beruflich Pflegenden dazu auf, sich in Verbänden und Gewerkschaften zu organisieren, um eine Stimme zu haben. Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) schickte eine Videobotschaft mit Anknüpfungspunkten für einen Neustart in der Pflege.

Eine Aufzeichnung des Symposiums ist laut DBfK in Kürze auf der Webseite des Verbands verfügbar

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