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Langzeitpflege

Corona-Gipfel: Aktuelle Regeln für Pflegeheime

Bund und Länder sehen noch keine umfassenden Lockerungen für Pflegeeinrichtungen vor.

Bund und Länder haben im Zuge des sog. Corona-Gipfels erweitere Besuchsmöglichkeiten für Alten- und Pflegeheime in Aussicht gestellt. Umfassende Lockerungen sind allerdings vorerst nicht vorgesehen.

Mit der vorrangigen Impfung der Bewohnerinnen und Bewohner sowie der Beschäftigten dieser Einrichtungen – und angesichts erster Erfolge zur "Reduzierung schwerer und tödlicher Verläufe" – sei auch eine "Erwartung nach einer Normalisierung der seit langem angespannten Situation für alle Beteiligten verbunden", heißt es im Beschluss der Bundeskanzlerin und der Regierungschefinnen und Regierungschefs der Länder vom 22. März.

Da das Robert Koch-Institut (RKI) aber noch nicht ausschließen könne, dass bereits Geimpfte weiterhin potenziell infektiös sind, hat die Gesundheitsministerkonferenz folgende Empfehlungen vorgelegt:

  • Hygiene- und sollen Testkonzepte weiterhin konsequent umgesetzt werden.
  • 2 Wochen nach der Zweitimpfung sollen wieder Besuche in Einrichtungen ohne Ausbruchsgeschehen erweitert und wohnbereichsübergreifende Gruppenangebote möglich sein.
  • Maßnahmen sollen keine Differenzierung zwischen geimpften und ungeimpften Bewohnerinnen und Bewohnern vorsehen.
  • Ungeimpften Bewohnerinnen und Bewohnern sollen die Einrichtungen zügig zu einem Impfangebot verhelfen.
  • Das Unterstützungsangebot des Bundes beim Testen, auch durch die Bundeswehr, soll aufrechterhalten werden.

DBfK und bpa gegen vorschnelle Öffnung der Pflegeheime

Der Deutsche Berufsverband für Pflegeberufe (DBfK) und der Bundesverband privater Anbieter sozialer Dienste (bpa) hatten bereits im Vorfeld vor einer voreiligen Öffnung der Einrichtungen in der stationären Langzeitpflege gewarnt.  

Dazu sagte DBfK-Präsidentin Christel Bienstein am vergangenen Donnerstag:

"Man darf hier aber keine unbedachten Schritte in Richtung Öffnung machen, ohne die Situation in den jeweiligen Einrichtungen im Blick zu haben. Ich warne daher vor allgemeinverbindlichen Standardregelungen auf Länderebene, die dies nicht berücksichtigen."

Noch immer gebe es Einrichtungen, in denen nicht alle Bewohnerinnen und Bewohner und auch nicht das gesamte Personal geimpft seien. Die Einrichtungen könnten zudem selbst am besten abschätzen, welche Öffnungsschritte möglich seien.

Bienstein mahnte daher:

"Hier gilt es sorgfältig abzuwägen zwischen dem berechtigten Wunsch der Bewohnerinnen und Bewohner und ihrer Angehörigen nach mehr Lebensqualität und dem Risiko einer schweren Erkrankung. Eine gewisse Flexibilität der Vorgaben ist hier unerlässlich und es ist notwendig, auf die Fachlichkeit der Pflegefachpersonen zu hören."

Und bpa-Präsident Bernd Meurer hatte passende Vorgaben für die Situation in den Pflegeheimen vor Ort gefordert,

"damit wir für die Pflegebedürftigen die bestmögliche Balance zwischen mehr sozialen Kontakten und den gleichzeitig weiterhin erforderlichen Corona-Schutzmaßnahmen hinbekommen".

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