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Gescheiterter Tarifvertrag für Altenpflege

Caritas verteidigt sich

"Ja, die Entscheidung schadet der Glaubwürdigkeit der Caritas und sie kommt zu Unzeiten für die katholische Kirche", so Caritas-Präsident Peter Neher.

Ein allgemeinverbindlicher Tarifvertrag sei ein Weg, aber nicht der einzige, verbesserte Arbeitsbedingungen in der Pflege zu erreichen. Das betonte Caritas-Präsident Peter Neher am Montag, nachdem die Gewerkschaft Verdi für diesen Tag zu Demonstrationen an Caritas-Standorten aufgerufen hatte. Hintergrund ist der gescheiterte flächendeckende Tarifvertrag für die Altenpflege, den die Arbeitsrechtliche Kommission der Caritas Ende Februar abgelehnt hatte.

Caritas-Mitarbeiterinnen und -Mitarbeiter vor Ort leisteten wichtige und herausragende Arbeit. Sie hätten "herzlich wenig zu tun" mit der getroffenen Entscheidung. Sie seien "definitiv der falsche Adressat für den Unmut derer, welche die Entscheidung enttäuscht" habe.

"Mein Appell an alle, die nachhaltige Verbesserungen in der Pflege wollen: Lasst uns nach vorne schauen und zusammen dahin arbeiten, etwa innerhalb der Pflegekommission und mittels eines wirkungsvollen Mechanismus der Tarifbindung."

Neher räumte allerdings bereits in der Vorwoche ein:

"Ja, die Entscheidung der Arbeitsrechtlichen Kommission verhindert erstmal eine höhere Entlohnung von vielen Pflegekräften außerhalb der Caritas und das mitten in einer Pandemie, die diesen Menschen unheimlich viel abverlangt; ja, sie schadet der Glaubwürdigkeit der Caritas und sie kommt zu Unzeiten für die katholische Kirche. Ich will auch kein Hehl daraus machen: Ich hätte mir aus sozialpolitischen Erwägungen eine andere Entscheidung gewünscht."

Aber die Tarifautonomie infrage zu stellen, weil das Ergebnis in diesem Fall als problematisch erachtet werde, sei einer Organisation, die sich der Regeltreue und Transparenz verpflichte, nicht angemessen.

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