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Pflegekammer Niedersachsen

BochumerBund: "Pflegende sollten für unabhängige Kammer stimmen"

Die Pflegegewerkschaft BochumerBund hält es für essenziell, dass sich Pflegende in Niedersachsen in der laufenden Befragung für eine Pflegekammer mit Pflichtbeitrag aussprechen.
Die Pflegegewerkschaft BochumerBund hält es für essenziell, dass sich Pflegende in Niedersachsen in der laufenden Befragung für eine Pflegekammer mit Pflichtbeitrag aussprechen.

Die im Mai gegründete Pflegegewerkschaft BochumerBund empfiehlt den Pflegenden in Niedersachsen, sich in der aktuell laufenden Mitgliederbefragung für eine Pflegekammer mit Pflichtbeitrag auszusprechen. Nur so könne die Kammer ihre Unabhängigkeit von politischer Einflussnahme sichern, sagte der Vorstandsvorsitzende der Pflegegewerkschaft Benjamin Jäger, am Donnerstag.

"Wir benötigen unabhängige Selbstverwaltungen in Form von Pflegekammern"

Er appellierte an alle wahlberechtigten Pflegefachpersonen in Niedersachsen: "Wir Pflegekräfte müssen unsere Angelegenheiten in die eigene Hand nehmen – und wir dürfen sie uns nicht wieder entreißen lassen. Wir benötigen unabhängige Selbstverwaltungen in Form von Pflegekammern. Dies sollte allen Pflegenden der Pflichtbeitrag einer Kammermitgliedschaft wert sein."

Abstimmung gegen eine Pflegekammer wäre ein "fatales Signal"

Der Ausgang der Befragung hat nach Überzeugung des BochumerBunds erhebliche Auswirkungen auf die niedersächsischen Pflegefachpersonen. "Bei einer Mehrheit gegen eine Pflegekammer oder für das rechtlich obskure Konstrukt einer dauerhaft beitragslosen Kammer würde sich unser Berufsstand in Niedersachsen erneut der Politik ausliefern", befürchtet Jäger. "Dies wäre ein fatales Signal."

Denn seiner Ansicht nach hat die Politik die Pflegenden in den vergangenen Jahrzehnten "mit Vollgas vor die Wand" fahren lassen.

Eine Vereinigung von Pflegenden ist keine Alternative

Niemand bestreite, dass die Pflegekammer Niedersachsen Fehler gemacht habe; Teile der Kritik seien berechtigt und ernst zu nehmen. "Allerdings war diese Kammer oft auch extrem unsachlicher und unfairer Agitation ausgesetzt, insbesondere durch Verdi", verdeutlichte Jäger. "Deren Stimmungsmache ging oft mehr als nur knapp an den Fakten vorbei."

Die von Verdi ins Spiel gebrachte freiwillige Vereinigung von Pflegenden werde keinerlei Probleme lösen. Eine solche Vereinigung dürfe anders als eine Pflegekammer nicht einmal eine Berufsordnung beschließen. Die Mitgliederzahl der Vereinigung der Pflegenden in Bayern beispielsweise sei mit rd. 1.400 "extrem überschaubar". Außerdem hänge sie am Tropf des bayerischen Haushalts und somit der Landtagsmehrheit: "Was in Bayern eindrucksvoll vor sich hin scheitert, soll in Niedersachsen funktionieren? Es ist für den Berufsstand verheerend, dass Verdi uns Pflegenden dies weismachen will", so die deutliche Kritik von Jäger.

Erst vor wenigen Tagen verdeutlichte Markus Mai, Mitglied im Präsidium der Bundespflegekammer und Präsident der Landespflegekammer Rheinland-Pfalz, gegenüber BibliomedPflege, warum Pflegekammern für die Profession Pflege so wichtig sind.

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