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Bedarfsgerechte Personalvorgaben

Belegschaftsvertretungen fordern PPR 2.0 ein

In einem offenen Brief an Spahn haben Betriebs-, Personalräte und Mitarbeitervertretungen die kurzfristige Umsetzung der PPR 2.0 gefordert.

In einem offenen Brief an Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) haben die Interessenvertretungen von insgesamt ca. einer halben Million Krankenhausbeschäftigten gefordert, die PPR 2.0 kurzfristig auf den Weg zu bringen. Das Personalbemessungsinstrument haben Deutscher Pflegerat, Deutsche Krankenhausgesellschaft und Gewerkschaft Verdi bereits vor über einem Jahr vorgelegt.

"Für weitere Verzögerungen gibt es kein Verständnis mehr (…). Unsere Geduld ist aufgebraucht."

So die deutlichen Worte in dem am Montag veröffentlichten Brief.

"In der Pandemie dürfte auch dem Letzten klar geworden sein: Es besteht dringender Handlungsbedarf", sagte der Vorsitzende des Konzernbetriebsrats der Asklepios Kliniken und einer der Initiatoren des Appells, Martin Simon Schwärzel.

"Die Beschäftigten der Krankenhäuser geben alles, um die Versorgung in der Corona-Pandemie aufrechtzuerhalten. Doch es macht sich zunehmend Frust breit. Wir brauchen jetzt das Signal, dass sich die Arbeitsbedingungen kurz- und mittelfristig verbessern. Sonst flüchten noch mehr aus ihrem Beruf –weil sie einfach nicht mehr können."

Die Bundesregierung müsse diesen Hilferuf zur Kenntnis nehmen und sofort handeln, bekräftigte Verdi-Bundesvorstand Sylvia Bühler. Die Machbarkeit der PPR 2.0 sei erwiesen und zwischenzeitlich um Instrumente für Intensivstationen und die Pädiatrie ergänzt worden.

Die PPR 2.0 dürfe nicht mit Verweis auf ein zu entwickelndes, wissenschaftlich fundiertes Instrument auf die lange Bank geschoben werden. Die Gespräche dazu mit dem Ministerium liefen bereits, so Bühler.

Um Instrumente für Intensivstationen und Pädiatrie ergänzt

"Die Einführung der PPR 2.0 ist der erste Schritt. Diese Zwischenlösung brauchen wir jetzt.“

Der Fachkräftemangel dürfe nicht als Argument gegen verbindliche Personalvorgaben herhalten.

"Im Gegenteil: Es braucht bessere Arbeitsbedingungen, damit die Beschäftigten nicht länger aus den Krankenhäusern fliehen oder ihre Arbeitszeiten reduzieren, weil sie den Druck nicht mehr aushalten."

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