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Sonderzahlungen

Corona-Prämie für Pflegende wackelt

Die Kassen wehren sich massiv dagegen, die Bonuszahlungen für Pflegende in Höhe von 1.500 Euro über die Pflegeversicherung zu finanzieren.
Die Kassen wehren sich massiv dagegen, die Bonuszahlungen für Pflegende in Höhe von 1.500 Euro über die Pflegeversicherung zu finanzieren.

Die von Gewerkschaft Verdi und Bundesvereinigung der Arbeitgeber in der Pflegebranche erst Anfang April versprochene Sonderprämie für Pflegende droht an ungeklärter Finanzierung zu scheitern. Vorgesehen war, die Prämie in Höhe von 1.500 Euro mit dem Juli-Gehalt auszuzahlen.

Jetzt aber wehren sich nach einem Bericht der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" von Mittwoch die Kassen massiv dagegen, die Sonderzahlung über die Pflegeversicherung zu finanzieren.

Die Vorstandsvorsitzende des Ersatzkassen-Verbands, Ulrike Elsner, sagte dem Blatt, es könne nicht sein, dass allein die Beitragszahlerinnen und -zahler hierfür aufkommen müssten. Auch der Vorsitzende des AOK-Bundesverbands, Martin Litsch, sieht eher die Politik statt die Sozialversicherung in der Pflicht.

Vertreter von Pflegeeinrichtungen waren bisher davon ausgegangen, die Auszahlung der Prämien für ihr Pflegepersonal direkt mit den Pflege- und Krankenkassen abrechnen zu können.

KLARMANN: "HERBER RÜCKSCHLAG FÜR DIE PROFESSIONELLE PFLEGE"

Die derzeitigen Diskussionen um die Finanzierung der Prämie sei "ein Schlag ins Gesicht der Pflegenden", kritisierte die Präsidentin der Pflegekammer Niedersachsen Nadya Klarmann am Mittwoch. "Alle Seiten betonen immer wieder, welche immense Bedeutung Pflege für die Gesellschaft hat. Aber wenn es darum geht, konkret zu zahlen, werden die Taschen zugemacht. (...) Anerkennung sieht anders aus."

Deshalb forderte die Kammer Bund und Kostenträger "dringend" auf, ihren Worten auch Taten folgen zu lassen und Mittel für Bonuszahlungen für alle Berufsgruppen in der Pflege bereitzustellen. Pflege gehe alle an und alle müssten einen Beitrag leisten, wenn es darum gehe, die pflegerische Versorgung der Gesellschaft auch in Zukunft sicherzustellen. "Pflegenden jetzt eine finanzielle Anerkennung zu verweigern, ist ein herber Rückschlag für die professionelle Pflege in Deutschland", so Klarmann weiter.

Spahn will Lösung in 1-2 Wochen vorlegen

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) will die Finanzierung nun schnell klären. Es gehe um eine faire Verteilung der Kosten zwischen Pflegekassen, Ländern und Arbeitgebern. Sein Ziel sei es, "dass wir in den nächsten ein, zwei Wochen da auch zu einem konkreten Ergebnis für die Pflegekräfte kommen", so Spahn nach einer Sitzung des Gesundheitsausschusses am Mittwoch im Bundestag.

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