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Pflegemanagement

Reformfahrplan für Pflege vorgelegt

Ein aktuelles Positionspapier fordert verbindliche Pflege‑ und Übergangspfade, frühzeitige Rehabilitation, eine nationale Personalstrategie, stärkere Führung und nutzerorientierte Digitalisierung.

Rund 60 Fach- und Führungskräfte aus Pflegepraxis, Management, Politik, Wissenschaft und Industrie haben vergangenen Freitag in Berlin einen priorisierten Reformfahrplan für eine sektorenübergreifende pflegerische Versorgung vorgelegt. Darin enthalten: konkrete Handlungsaufträge an Politik, Selbstverwaltung und Träger. Im Fokus stehen bundesweit verbindliche Übergangspfade, eine verlässliche Finanzierung von Case‑ und Entlassmanagement, die Stärkung der Rehabilitation, eine Reform der Finanzierungslogiken über Sektorengrenzen hinweg sowie der Aufbau von Kapazitäten und Kompetenzen – einschließlich einer nationalen Personalstrategie und Investitionen in pflegerische Führung. 

"Die Akteur:innen im System sind weiter als die politischen und strukturellen Rahmenbedingungen. (...) Nicht weitere Modellprojekte sichern die Versorgung, sondern klare Entscheidungen, verbindliche Strukturen und mutige Reformen", heißt es dazu im Positionspapier, das der Bundesverband Pflegemanagement veröffentlicht hat. 

Personalstrategie, Führung und Digitalisierung

Das Papier skizziert eine nationale Strategie zur Personalgewinnung, ‑bindung und Kompetenzentwicklung. Führungskräfte im Pflegemanagement sollen gezielt befähigt werden. Denn: "Führung braucht Zeit, Kompetenz und Mandat – nicht nur Zuständigkeit."

Digitalisierung und Finanzierung

Digitalisierung soll an Prozessen und Outcomes ausgerichtet und dauerhaft refinanziert werden. Das Papier plädiert zudem für eine Reform der Finanzierung, die Koordination, Prävention und Pflege ausreichend abbildet, sowie für sektorenübergreifende Governance‑Strukturen und die Verfügbarkeit von Gesundheitsdaten. Als nächste Schritte nennt es unter anderem standardisierte Entlasspfade, die verbindliche Finanzierung von Case‑ und Entlassmanagement und den Aufbau regionaler Versorgungsnetzwerke mit eigenen Budgets.

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